Viktoria Köln wirbelt die Liga weiter durcheinander

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Viktoria Köln sorgt weiter für ordentlich Furore in der 3. Liga. Am 7. Spieltag gelang der Mannschaft von Pavel Dotchev ein überzeugender und deutlicher 3:0-Erfolg gegen den Favoriten aus Ingolstadt.

Matchglück verhilft zum Sieg

Gespannt war man in Köln vor dem Spiel, wie die Mannschaft gegen ein Spitzenteam, wie Ingolstadt es ist, auftreten wird. Schon nach einer halben Stunde wurde den 1.605 Zuschauern im Sportpark Höhenberg aber bewusst, dass sich die Viktoria keinesfalls verstecken wird. Durch Tore von Simon Handle (22.) und Dominik Lanius (30.) stand es bereits nach 30 Minuten 2:0, was auch gleichzeitig den Halbzeitstand bedeutete. "Wir hatten zu Hause im Gegensatz zu den vorherigen Spielen endlich mal die Räume und da konnten wir dann schnell zustoßen und daraus profitieren", erklärte Dotchev die Gründe für die Führung.

Auch im zweiten Durchgang schaltete Köln nicht zurück und machte durch Kevin Holzweiler (70.) alles klar. Dabei profitierten die Gastgeber aber auch von einem Platzverweis gegen Ingolstadts Thomas Keller (57), weshalb die Schanzer mehr als eine halbe Stunde in Unterzahl agieren mussten. Auch das sah Dotchev als Faktor an, dass es am Ende ein ungefährdeter Sieg wurde: "In der eine oder anderen Situation war das Glück sicher auch auf unserer Seite. Die Verletzung und die rote Karte haben uns natürlich in die Karten gespielt. Wenn sich das alles summiert und man diese Faktoren zusammenzählt, dann kommt so ein Sieg zustande."

"Wir brauchen uns nicht zu verstecken"

Doch nicht nur aufgrund des Matchglücks war der Sieg verdient. Ein 3:0 gegen Ingolstadt fährt keine Mannschaft mal eben so ein, weshalb auch Dotchev klarmachte, dass es insgesamt gerechtfertigte drei Punkte waren: "Wir haben 3:0 gewonnen und ich denke, dass wir uns nicht verstecken brauchen oder uns dafür entschuldigen müssen. Wir haben gegen eine sehr gute Mannschaft ein sehr gutes Spiel gemacht. Deshalb bin ich umso glücklicher und freue mich für die Jungs."

Somit steht der Aufsteiger nach sieben Spieltagen mit 13 Zählern auf dem fünften Tabellenplatz und nur einen Punkt hinter dem Drittplatzierten aus Ingolstadt. Vor der Saison hätte das so sicher jeder unterschrieben, der es mit der Viktoria hält. Doch für Dotchev kommt die bisherige Leistung nicht allzu überraschend: "Ich weiß schon, was die Jungs können. Das haben wir immer wieder angedeutet. Wir haben sehr gute Phasen, wo wir sehr guten Fußball spielen. Dann gibt es aber auch wieder Phasen, in denen wir es nicht so gut machen. Da müssen wir lernen uns anzupassen und das Niveau über 90 Minuten aufrecht erhalten." Es zeigt sich also, dass in Köln niemand Gefahr läuft, den Fokus aufgrund der starken Phase zu verlieren. Nun steht erst einmal die Länderspielpause an und man kann davon ausgehen, dass Dotchev auch in dieser Pause genügend Aspekte findet, um seine Mannschaft weiter zu verbessern.

   

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