Viktoria Köln: Janßen mit Leistung trotz Niederlage "sehr zufrieden"

Für Viktoria Köln wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Die fünfte Heimniederlage nacheinander mit 1:2 gegen Aufstiegsanwärter Hansa Rostock holte die Rheinländer nach dem gefeierten Ende ihrer vorherigen Negativserie von acht Spielen ohne Erfolgserlebnis schnell wieder in die Wirklichkeit des Rennens um den Klassenerhalt zurück.

Köln ohne Stürmer

Kölns Coach Olaf Janßen blieb allerdings trotz der zweiten Niederlage der Viktoria im dritten Spiel unter seiner Regie seiner bisherigen Linie als Mutmacher treu. "Die Jungs haben einen tollen Fight gezeigt, und da ist der Trainer sehr zufrieden", meinte der frühere Profi im "MagentaSport"-Interview. Tatsächlich kann die Einstellung seiner Mannschaft gegen den haushohen Favoriten von der Ostsee für Janßen der einzige Lichtblick gewesen sein. Denn abgesehen vom frühen Führungstreffer durch Marcel Risse (6.) nach einem haarsträubenden Fehler in der Hansa-Abwehr spiegelten sich im spielerischen Bereich die Tabellenpositionen beider Teams deutlich wider. Insgesamt waren die Platzherren angesichts Rostocks strukturierter Spielanlage und Effektivität schlichtweg chancenlos.

Einen schon wieder langsam verpuffenden Effekt seiner Verpflichtung als Nachfolger von Pavel Dotchev mochte Janßen in der Pressekonferenz allerdings nicht wahrnehmen: "Es war ein großes Handikap, dass uns alle vier Stürmer ausgefallen sind. Ich bin sehr zufrieden, wie die Jungs versucht haben, das mit ihrer Einstellung und Mut wettzumachen. Sie haben gegen die momentan vielleicht beste Mannschaft der Liga bis zur letzten Minute alles investiert."

"Gegen Widerstände angehen"

Einsatz alleine könnte im nahenden Schlussdrittel für die erfolgreiche Bewältigung des Abstiegskampfes allerdings zu wenig sein. Zumal der Vorsprung der Domstädter auf die Gefahrenzone mit gerade einmal drei Punkten alles andere als komfortabel ist. Beunruhigend ist auch weiterhin Kölns eklatante Heimschwäche: Die Pleite gegen Rostock war bereits die achte Niederlage auf eigenem Platz – öfter hat bisher keine andere Mannschaft zuhause verloren.

Der Höhenberg-Komplex sollte also möglichst schnell bewältigt werden – idealerweise bereits am Dienstag im "Sechs-Punkte-Spiel“ gegen den Abstiegsrivalen 1. FC Magdeburg. Durch einen Erfolg in der Nachholbegegnung würde die Viktoria nicht nur den Tabellenvorletzten bis auf weiteres distanzieren, sondern sich auch insgesamt eine Atempause im Abstiegskampf verschaffen. Janßen schwor sein Team auch schon kurz nach dem Abpfiff der Begegnung mit Rostock auf das Duell mit Magdeburg und den erhofften Befreiungsschlag ein: "Es wird darum gehen, gegen Widerstände anzugehen, aber vor allem darum, dass wir weiter fleißig sind und alles zusammen machen."

 
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