Vier Niederlagen in Folge: Münster schleppt sich in die Pause

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Ein Gegentreffer zum Anfang, einer zum Ende, dazwischen nicht viel: In der Partie gegen Fortuna Köln lief der SC Preußen Münster quasi über 90 Minuten nur mit. Trainer und Spieler gaben im Anschluss an das Spiel ein vernichtendes Urteil ab.

Keine Chance gegen Köln

Nach gut fünf Minuten Spielzeit war der Matchplan der Adlerträger dahin: Kölns Eberweins brachte das Leder per Kopf in den Maschen unter, Münster lag zurück – und erholte sich auch im kompletten Spielverlauf nicht mehr von der kalten Dusche. In der Nachspielzeit Minute setzte Hartmann noch den zweiten Treffer für die Fortuna oben drauf. Von den Preußen kam zwischen diesen beiden Gegentreffern erschreckend wenig.

"Das war eine sehr, sehr verdiente Niederlage", urteilte auch Trainer Marco Antwerpen über die Leistung seiner Mannschaft: "Man hat gemerkt, dass die Spieler nicht mehr mit dem Selbstbewusstsein von vor ein paar Wochen spielen." Noch am 16. Spieltag standen die Preußen auf Tabellenplatz zwei. Doch dann ging es steil bergab: Es folgten Niederlagen gegen Halle, Karlsruhe, Zwickau und nun Köln. Was ist passiert? "Vielleicht bewegen wir uns wirklich aktuell am Limit, dass wenig geht", analysiert Antwerpen. Das zeigte sich in der Partie gegen Köln deutlich: "Wir haben zu wenig Spieler gehabt, die wirklich an die 100 Prozent Normalform rangekommen sind. Dementsprechend gestaltet sich dann so ein Spiel: Wir kommen über lange Bälle, sind vorne aber nicht in der Lage, die Bälle festzumachen." Die Niederlage legte die aktuelle Schwächephase der Adlerträger gnadenlos offen: "Das ist schon bitter, dass wir das so hinterfragen müssen, wie wir uns da präsentiert haben", so der Trainer, der auf eine Besserung nach Weihnachten hofft: "Ich glaube wir sind froh, jetzt in die Winterpause zu gehen."

"So kann man Spiele nicht gewinnen"

Auch die Spieler fanden wenig Positives an der Partie. Auch, wenn man "mehr investiert" habe als zuletzt, sei das Spiel der Preußen laut Dominik Lanius nicht zwingend genug gewesen: "Wirkliche Chancen, oder Großchancen, haben wir nicht kreiert." Besonders deutlich wurde Rufat Dadashov: "Das ist einfach scheiße, was wir gerade auf den Platz bringen. Da fehlt die Leidenschaft, so kann man Spiele nicht gewinnen", so der Angreifer, der bei seiner Rückkehr in die Startformation ebenfalls nicht dabei helfen konnte, die vierte Niederlage in Folge zu verhindern: "Es war eine lange Hinrunde, wir hatten ein paar Ausfälle, dann keine guten Spiele. Vielleicht fehlt ein bisschen Glück, Fehler werden sofort bestraft." So richtig freue er sich nicht auf die Feiertage: "Jetzt hast du wieder verkackt und gehst mit einer Niederlage in die Pause."

Keeper Schulze Niehues hingegen hofft darauf, dass die Mannschaft die Akkus wieder aufladen kann: "Klar will man den Trend stoppen. Aber es ist wichtig für uns alle, jetzt einmal zu den Familien zu fahren und abzuschalten." Der Frust sitzt dennoch tief: "Bis vor sieben Spieltagen waren wir noch oben dabei, jetzt brauchen wir oben erstmal nicht mehr hinschauen", weiß Dominik Lanius: "Wir müssen einfach wieder Punkte holen." Hoffnung machen die bis vor kurzem noch starken Leistungen der Adlerträger: "Ich denke, wir haben mit 29 Punkten eine herausragende Hinrunde gespielt", so Antwerpen: "Das kann uns niemand nehmen."

   

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