VfR Aalen vor Rostock: Peter Vollmann bleibt gelassen

Trifft der Trainer auf einen seiner „alten“ Vereine, ist das normalerweise etwas Besonderes. Für Peter Vollmann, Übungsleiter beim VfR Aalen, ist das allerdings keine große Sache mehr: Der alte Hase im Drittliga-Geschäft hat schon zahlreiche Stationen hinter sich – so auch den kommenden Gegner, den FC Hansa Rostock. Dieser gastiert am Freitagabend in der Scholz-Arena.

Vollmanns Liste der Ex-Vereine ist lang…

Ob Vollmann wohl dennoch ein besonderes Gefühl verspürt, wenn er gegen die Kogge von der Ostsee antreten wird? Der 58-Jährige trainierte Rostock immerhin zweimal, wenn auch nie besonders lange: Zwischen Mai 2010 und Dezember 2011 immerhin knapp anderthalb Jahre, im Jahr 2014 hielt es ihn nicht einmal eine Hinrunde lang auf dem traditionell wackligen Stuhl an der Warnow. Eines von zahlreichen Wiedersehen des Peter Vollmann: Vor Aalen und Rostock trainierte er bereits Fortuna Köln, den SV Wehen Wiesbaden, Preußen Münster und Holstein Kiel – die letzten beiden Klubs sogar ebenfalls in zwei Amtszeiten. Fast jeden Monat kann der Coach der Aalener somit freundlich Hände mit ehemaligen Verantwortlichen und Bekannten schütteln. Mehr als diesen Händedruck soll, wenn es nach den Schwarz-Weißen geht, auch Rostock am Freitagabend nicht erhalten. Der VfR Aalen ist ungeschlagen und will das auch bleiben.

„Andere Werte“ am Freitag entscheidend

Die Voraussetzungen sind dabei nicht übel: Das Spiel findet am Freitagabend statt und gutes Wetter kann erwartet werden – zusammen mit dem Gegner Hansa Rostock ist ein attraktives Paket geschnürt, das einen Zuschauerbestwert für diese noch junge Saison bedeuten kann. Zudem sind bis auf Thorsten Schulz alle Spieler im kleinen Aalener Kader fit. Wie also wollen die Schwarzweißen die Aufgabe angehen? „Ich rechne mit einer sehr erfahrenen Mannschaft aus Rostock, einige Spieler haben schon Erfahrungen in der 2. Bundesliga gesammelt“, betont Vollmann und erinnert sich zugleich ungerne an die Vorsaison. „Beim 0:3 in Rostock waren wir absolut chancenlos“, musste der 58-Jährige anerkennen und stellte fest: „Viele der Spieler, die damals für Hansa aufgelaufen sind, sind jetzt immer noch an Bord.“ Da sich die spielerische Qualität beider Teams kaum unterscheide, können am Spieltag „andere Werte“ dieses Spiel entscheiden, so Vollmann.

VfR Aalen trotz seines Laufs ganz entspannt

Der ganz große Druck liegt jedenfalls bisher nicht auf den Schultern der VfR-Kicker – warum auch? Drei Siege und zwei Unentschieden bedeuten einen famosen Start in die Spielzeit, den sich auf diese Art und Weise niemand im Aalener Lager auch nur erträumen hätte können. „Das ist jetzt kein Problem für uns, da oben zu stehen…“ musste sich Vollmann auf der Spieltagskonferenz fast schon für den Erfolg erklären. Er stellte jedoch klar: „Ich habe meinen Spielern nie gesagt, dass wir jetzt Rücksicht auf die Tabellensituation nehmen müssen. Alles läuft seinen gewohnten Gang, auch wenn wir natürlich etwas Selbstvertrauen aus den guten Ergebnissen geschöpft haben.“ Kein Wort habe er mit seinem Team über die gute Ausgangslage gesprochen. Vielleicht nicht die schlechteste Herangehensweise, um auch gegen Rostock punkten zu können. Spätestens im Siegesfall aber gehen Erfolgstrainer Vollmann dann die Argumente aus…

   
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