VfL-Pleite in Würzburg: Thioune "nicht einverstanden"

Nach zuletzt fünf ungeschlagenen Spielen muss der VfL Osnabrück mit einer verdienten 0:1-Niederlage bei den Würzburger Kickers die Heimreise antreten. "Insgesamt hat die Entschlossenheit gefehlt", fasste Torhüter Tim Paterok im Anschluss der Partie bei "Telekom Sport" das zentrale Problem seiner Mannschaft an diesem Nachmittag zusammen.

Mangelnde Konsequenz

Wie bei einem Heimspiel wollten die auswärtsschwachen Osnabrücker vor 1.200 per Sonderzug angereisten Gästefans in Würzburg auftreten. Am Ende fehlte es aber offensiv an der letzten Konsequenz unbedingt das Tor erzielen zu wollen, um den dritten Auswärtssieg der Saison davontragen zu können. "Es war eigentlich gar nicht so ein schlechtes Spiel“, befand Kapitän Christian Groß nach dem Spiel. "Wenn man auswärts spielt bekommt man nicht so viel Chancen. Die muss man dann machen“, fügte er angefressen hinzu. Vor allem in der ersten Halbzeit zeigten die Niedersachsen gute Ansätze, die aber nicht gut genug ausgespielt wurden. Marcos Alvarez und Tim Danneberg vergaben die beiden besten Möglichkeiten. In vielen Aktionen war es besonders der letzte Pass, der seinen Abnehmer nicht fand. Das Gegentor nach einem strittigen Elfmeter war zwar zum Zeitpunkt glücklich, aber letztendlich auch nicht unverdient.

Stärkeres Würzburg in Halbzeit zwei

Obwohl die Osnabrücker mit dem Rückstand zur Pause am Zugzwang waren, ließen sie in der zweiten Halbzeit "die Intensität vermissen", so Trainer Daniel Thioune. Zu keinem Zeitpunkt wirkte die Mannschaft überzeugt davon, die Wende noch schaffen zu können. Vielleicht war es das Fehlen der beiden offensiven Kreativkräfte Sebastian Klaas und Emmanuel Iyoha, vielleicht auch der gewonnene Abstand zu den Abstiegsplätzen. Der Drang den Ausgleich unbedingt erzielen zu wollen war der Mannschaft in der zweiten Halbzeit kaum anzumerken. Abgesehen von einer Mehrfachchance in der 85. Minute setzten die Osnabrücker die Würzburger Defensive vor keine großen Aufgaben. "Insgesamt war ich nicht einverstanden mit der Leistung meiner Mannschaft“, befand auch Thioune nach dem Spiel auf der Pressekonferenz. Eher musste sich der VfL bei dem zur Pause für den verletzten Marius Gersbeck gekommene Torhüter Tim Paterok bedanken, nicht noch höher zu verlieren. Bei inzwischen elf Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz steht der VfL Osnabrück nicht mehr unter unbedingtem Zwang seine Spiele gewinnen zu müssen. Die Leistung gegen die Würzburger Kickers sollte aber kein Beispiel sein für den Rest der Saison, wenn man nicht wieder im Abstiegskampf versinken möchte.

   
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