VfL Osnabrück: Thioune warnt vor Großaspach

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Tabellenführer VfL Osnabrück kann am Freitagabend in der Tabelle vorlegen, wenn die SG Sonnenhof Großaspach zu Gast an der Bremer Brücke ist. Obwohl die Gäste auf Platz 18 stehen und bisher nur drei Saisonsiege einfahren konnten, will Trainer Daniel Thioune die Gegner nicht unterschätzen.

Gegner hat die meisten Unentschieden

Die Bilanz des VfL Osnabrück gegen den Dorfklub ist positiv: Vier Siege, drei Unentschieden und nur zwei Niederlagen gab es in den letzten viereinhalb Jahren zwischen den Lila-Weißen und der SG Sonnenhof Großaspach zu sehen. Diese Serie gilt es aus Sicht der Gastgeber fortzusetzen, dabei soll auch Ex-Aspacher Bashkim Renneke helfen. "Renneke hat eine dicke Hand", erzählt Trainer Daniel Thioune mit einem Lachen auf der Pressekonferenz am Donnerstag. Der Verweis gilt einem Zusammenprall des Verteidigers mit Schiedsrichter Patrick Alt in der Partie bei 1860 München, bei der sich der 26-Jährige eine Prellung an der rechten Hand zuzog. "Ich erwarte ihn aber heute wieder auf dem Platz", so die Prognose des Coaches.

Grundsätzlich wird Thioune den kommenden Gegner nicht unterschätzen. "Nur vier Mannschaften haben weniger verloren, nur fünf Mannschaften haben weniger Gegentore bekommen haben", bricht der Coach die Leistung auf Zahlen herunter. Dass die SGS dennoch auf dem drittletzten Platz rangiert, hinge auch von den vielen Unentschieden der Mannschaft ab – auch Osnabrück kam im Hinspiel nicht über ein torloses Remis hinaus. Dementsprechend ist Thioune gewappnet: "Wenn du da vier, fünf von gewinnst, stehen sie nicht da, wo sie jetzt sind."

"Sehr schwer zu überholen"

Fragezeichen bleiben hinter Konstantin Engel, Marc Heider und David Blacha stehen. Für den zentralen Mittelfeldspieler könnte die Zeit bis Freitag zu knapp sein, gegen München wurde Blacha nach 53 Minuten verletztungsbedingt auswechselt. Für Thioune erst einmal kein Drama, denn der Trainer wisse um die Qualität der zweiten Reihe in seiner Mannschaft, von denen die meisten einen 3:1-Testspielsieg am Montag gegen Werder Bremens U23 feierte.

Zu der zweiten Reihe gehört aktuell auch Sebastian Klaas, der nach langer Verletzungspause erst zu zwei Kurzeinsätzen kam – allerdings dabei schon ein Tor schoss. "Als der Doktor mir im Krankenhaus sagte, dass ein Teil des Halswirbels gebrochen ist, dachte ich mir: Okay, in zwei Wochen ist Vorbereitungsstart, das wird wahrscheinlich eng", kann Klaas im Nachhinein gelassen über die Verletzung sprechen, unterstreicht aber gleichzeitig auch den Wert der Vorbereitung, denn "überholen ist sehr, sehr schwer" angesichts der guten Leistungen der bisherigen Stammelf. Möglicherweise kommt der 20-Jährige aber auch schon gegen Großaspach auf die Überholspur.

   

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