Darlehen durch VfL-Crowd läuft nach sieben Jahren aus

Mit Cheftrainer Daniel Scherning und Sportdirektor Amir Shapourzadeh beginnt der VfL Osnabrück in Kürze ein neues Kapitel an der Bremer Brücke. Einen Strich können die VfL-Verantwortlichen bald unter das Thema Crowdfunding machen, welches vor sieben Jahren die Lizenz der Osnabrücker sicherte. Zudem steht wohl ein neuer Hauptsponsor in den Startlöchern.

500.000 Euro über Crowdfunding

Unter freiem Himmel trafen sich Sportdirektor Amir Shapourzadeh und VfL-Geschäftsführer Michael Welling zu einem ersten Pressegespräch der Saison, um den neuen Kaderplaner im Osnabrücker Umfeld in die Gespräche zu bringen. Im Rahmen dessen deuteten die Klub-Verantwortlichen an, dass "in Kürze ein neuer Hauptsponsor verkündet werden könne" und wohl auch ein Ärmelpartner gefunden wurde. Finanziell stellen die Osnabrücker somit nach dem Zweitliga-Abstieg schon früh die Weichen.

Das sah vor sieben Jahren noch bedrohlicher aus. Im Sommer 2014 startete der VfL ein "zeitlich begrenztes und verzinstes Crowdfunding-Darlehen" über 500.000 Euro, um die "geforderte Liquiditätsreserve von fast einer Million Euro" seitens des Deutschen Fußball-Bundes zu sichern – so berichtet auch die "Neue Osnabrücker Zeitung". Jetzt läuft das Darlehen nach mehrmaliger Verlängerung endgültig zum 30. Juni aus, sodass die Rückzahlung aussteht. Nicht alle VfL-Fans wollen aber deswegen automatisch das Geld zurück.

Spende und Merchandise möglich

Knapp 125.000 Euro von 270 Unterstützer sind dem Bericht zufolge noch aktiv. Besagte Partner sind nun auf den Verein zugekommen. "In den letzten Wochen haben uns bereits einige Anfragen aus der VfL-Crowd erreicht, ob es eine Möglichkeit geben wird, den VfL mit dem Geld weiter zu unterstützen", erklärte Welling in einer E-Mail des Vereins, auf die sich die "NOZ" bezieht.

Daraufhin habe man Alternativen entwickelt, beispielsweise die Spende an gemeinnützige Organisationen oder an Projekte innerhalb des Klubs. Auch ein Merchandisepaket steht im Raum – doch der VfL will nun erstmal das Stimmungsbild bei den aktiven Unterstützern einholen, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen wird.

   
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