Osnabrück will guten Saisonstart in Pokalerfolg ummünzen

Zwei Spiele, zwei Siege, Erwartungen übertroffen: Der VfL Osnabrück hat mit seinen beiden Erfolgen zum Saisonstart in der 3. Liga (3:0 in Chemnitz, 1:0 gegen Dortmund II) einen Start nach Maß hingelegt und lässt seine Fans nun auch erwartungsfroh auf die bevorstehende Begegnung im DFB-Pokal gegen den Zweitligisten FC Erzgebirge Aue blicken. Am heutigen Freitag (19.00 Uhr) trifft das neu formierte Team um Trainer Maik Walpurgis auf den derzeit Tabellendritten der 2. Bundesliga – denn auch die "Veilchen" sind ihrerseits mit zwei Siegen in die Saison gestartet. Auf die Mannschaften und die Fans wartet im wahrsten Sinne des Wortes ein "heißes" Match in der Osnabrücker osnatel ARENA.

"Wir wollen jedes Spiel gewinnen"

Am 1. Spieltag konnte der VfL Osnabrück alle Beobachter mit einer überzeugenden Leistung beim Chemnitzer FC (3:0) überraschen, eine Woche später legten die Lila-Weißen gegen Borussia Dortmund II (1:0) nach. Nun legt die 3. Liga bereits eine erste Pause ein, denn an diesem Wochenende steht die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals an. Und gerade in Osnabrück hat der Pokal seine ganz eigene Geschichte, gerne denkt man an der Hase an die Saison 2009/10 zurück, als man nach Siegen über den Hamburger SV und Borussia Dortmund erst im Viertelfinale gegen den FC Schalke 04 ausschied. Damals starteten die Osnabrücker in der 1. Runde gegen den F.C. Hansa Rostock, damals noch Zweitligist. Auch in diesem Jahr treffen die Lila-Weißen nach einjähriger Abstinenz aus dem nationalen Pokalwettbewerb auf einen Zweitligisten. Mit dem FC Erzgebirge Aue wartet zwar keine Top-Mannschaft des Bundesliga-Unterhauses auf den VfL, dennoch aber wäre es ein deutliches Zeichen, würden die Osnabrücker diesen Gegner bezwingen. Vor der Saison waren die Erwartungen an das neue Team von Maik Walpurgis noch gering, nach den ersten zwei Spielen ist die Euphorie in und um Osnabrück aber bereits um einiges gestiegen. Walpurgis selbst sieht klare Chancen für seine Mannschaft: "Wenn wir gut ins Spiel kommen, stabil sind und wenig Fehler machen, können wir gewinnen. Und wir wollen jedes Spiel gewinnen", sagte er gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Personell wird der Coach auf Rechtsverteidiger Paul Thomik (Leistenprobleme) verzichten müssen, wieder im Aufgebot ist dafür der immer noch wechselwillige aber inzwischen wieder beschwerdenfreie Timo Staffeldt.

Starker Saisonstart für Aue

Zwar hat der VfL Osnabrück mit dem FC Erzgebirge Aue nicht das schwerste Los gezogen, eine echte Herausforderung werden die Veilchen aber dennoch. Von einem guten Saisonstart in der 2. Bundesliga beflügelt (Siege gegen Ingolstadt und Sandhausen) wird Aue mit breiter Brust an die Bremer Brücke kommen. Die Auer haben eine kompakte Mannschaft, dessen Abwehrriegel erstmal gebrochen werden muss. Man darf gespannt sein zu sehen, wie die Auer in Osnabrück auftreten werden – auch ohne den ehemaligen Osnabrücker Abwehrchef Tobias Nickenig, der nach einem Bandscheibenvorfall noch an seinem Comeback arbeitet. Dafür haben die Veilchen aber einen starken Stürmer im Aufgebot, auf den die Osnabrücker Defensive besonders Acht geben sollte: Jakub Sylvestr erzielte bisher alle drei Treffer von Erzgebirge Aue und wird seinen Torriecher auch an der Bremer Brücke wieder beweisen wollen.

Heißes Match in Osnabrück

So oder so: Der Pokal hat seine ganz eigenen Gesetze und eines davon ist, dass am Ende des Tages nur eine Mannschaft feiern kann und die andere trauern muss. Es wird also heiß hergehen auf dem Platz der Osnabrücker osnatel ARENA, auch wegen der Temperaturen. Weit über 30°C zeigt das Thermometer in Osnabrück – die Feuerwehr hat im Innenraum des Stadions Schläuche für eine Abkühlung gelegt, außerdem darf jeder Zuschauer zwei 0,33l große Tetrapaks mit ins Stadion zur Erfrischung bringen. Anpfiff in Osnabrück ist am heutigen Freitagabend um 19.00 Uhr, das Spiel kann live im Pay-TV Sender sky verfolgt werden.

So könnten sie spielen:

Osnabrück: Heuer Fernandes – Stadel, Pisot, Neumann, Dercho – Feldhahn, Staffeldt – Nagy, Hohnstedt – Grimaldi, Spann

Aue: Kirschstein – Klingbeil, Paulus, Pezzoni, Miatke – Fink, Schröder – Müller, Janjic, Okoronkwo – Sylvestr

FOTO: Flohre Fotografie

   
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