Spielabbruch: Feuerzeug-Werfer ermittelt – Täter gesteht

Der Werfer des Feuerzeuges, das am 10. August zum Abbruch der Pokalpartie zwischen dem VfL Osnabrück und RB Leipzig führte, konnte am Freitagvormittag ermittelt werden. Nach einer Hausdurchsuchung gestand der Täter. Auf den jungen Mann (18 bis 21 Jahre) aus dem Kreis Steinfurt in NRW kommen nun mehrere Verfahren zu, unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung.

Hausdurchsuchung am Freitagvormittag

Elf Tage nach dem Abbruch der Pokalpartie zwischen dem VfL Osnabrück und RB Leipzig, die am grünen Tisch mit 2:0 für RB gewertet wurde, konnte der Werfer des Feuerzeuges am Freitag ermittelt werden. Polizisten durchsuchten am Vormittag in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Osnabrück die Wohnung eines Tatverdächtigen. Der aus dem Kreis Steinfurt stammende junge Mann (18 bis 21 Jahre) wurde anschließend im Beisein des zuständigen Staatsanwaltes vernommen. Hierbei räumte der Beschuldigte die Tat, in der 71. Minute ein Feuerzeug auf das Feld geworfen zu haben, ein. Schiedsrichter Martin Petersen wurde dabei am Kopf getroffen und brach die Partie kurz danach ab. Wie sich später herausgestellte, zog sich der Unparteiische eine leichte Gehirnerschütterung zu, konnte das Krankenhaus aber bereits einige Stunden nach dem Spielabbruch wieder verlassen.

Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung

Zur Ermittlung des Täters führten neben der Auswertung des umfangreichen Videomaterials vor allem Zeugenhinweise. "Wir danken der Polizei für die schnelle und erfolgreiche Ermittlungsarbeit. Wir bedanken uns außerdem ausdrücklich bei den zahlreichen Personen, die Hinweise in diesem Zusammenhang gegeben haben. Sie haben damit nicht nur Verantwortung für den VfL übernommen, sondern auch die Ermittlungen maßgeblich unterstützt“, erklärte Präsident Dr. Hermann Queckenstedt und hofft, dass "wir alle gemeinsam beim Heimspiel gegen den F.C. Hansa Rostock die Chance nutzen, den Schulterschluss zwischen Mannschaft, Verein und den Fans auf allen Tribünen zu demonstrieren.“

Dem Werfer drohen nun neben einem Stadionverbot auch Regressansprüche seitens des VfL Osnabrück. Durch das Ausscheiden in der ersten Runde entgingen den Lila-Weißen Prämien in Höhe von rund 268.000 Euro, sofern der VfL die Partie gegen Leipzig auch tatsächlich gewonnen hätte. Hinzu kommen weitere mögliche Einnahmen, etwa durch den Ticketverkauf. Inwieweit der ermittelte Täter für den entstandenen Schaden aufkommen muss, ist aber noch nicht bekannt. Die Polizei leitete aber bereits Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung ein.

Fanclub-Verband distanziert sich von Vorfällen

Derweil haben sich der Fanclub-Verband und die Ultra-Gruppe "Violet Crew" in Stellungnahmen von dem Vorfall distanziert: "Um es klipp und klar zu sagen: Feuerzeuge, Bierbecher und ähnliches haben die Hand nicht zu verlassen und gehören schon gar nicht auf das Spielfeld! Jede Handlung die dem entgegensteht ist nach Auffassung des FCV vollkommen inakzeptabel und hat an der Bremer Brücke nichts verloren!", schreibt der Fanclub-Verband.

   
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