VfL kassiert Klatsche zum Abschluss: "Ein Stück weit sauer"

Der VfL Osnabrück hatte sich viel vorgenommen. Mit einem Sieg sollte die Chance auf Platz vier gewahrt werden, zudem ein guter Abschluss mit den Fans gefeiert werden. Am Ende gab es eine enttäuschende 1:5-Klatsche gegen den 1. FC Magdeburg, die Trainer Daniel Scherning nicht so schnell abhaken kann.

FCM dreht im zweiten Durchgang auf

Nach 19 Jahren hatte Rolf Meyer am Samstag seinen letzten Arbeitstag als Torwarttrainer des VfL Osnabrück. Unter großem Applaus wurde der 66-Jährige auch schon vor dem Spiel verabschiedet. Das Verlangen bei allen Lila-Weißen war dementsprechend groß, eines der Gesichter des Klubs gebührend zu verabschieden.

Und es sah zunächst auch richtig gut aus. Bereits nach fünf Minuten erzielte Sebastian Klaas, der zum SC Paderborn wechselt, die Führung für den VfL. Aber der Meister war nicht geschockt, bereits wenige Sekunden glich Sirlord Conteh zum 1:1 aus (7.). "Das war ein Nackenschlag", sagte ein enttäuschter Daniel Scherning. Und fortan kippte das Spiel immer mehr in Richtung der Magdeburger. Jason Ceka (49.), Henry Rorig (57.), Moritz Kwarteng (62.) und Leon Bell Bell (74.) zerlegten die Niedersachsen im zweiten Durchgang und dämpften die Stimmung an der Bremer Brücke.

"Haben richtig einen mitgekriegt"

Scherning tue diese Niederlage "unheimlich weh. Wir haben richtig einen mitgekriegt", sagte der 38-Jährige bei "MagentaSport". Er sei "enttäuscht und auch ein Stück weit sauer", weil mit einem Sieg zumindest die Chance auf Platz vier und damit die Teilnahme am DFB-Pokal gewahrt werden sollte. Am Ende hätte diese zwar ohnehin nicht gereicht, weil auch die Konkurrenz erfolgreich war. "Aber so wie heute dürfen und wollen wir uns nicht präsentieren. Das ist bestimmt ein Ding, das wir mit in die nächste Saison nehmen."

Auch Klaas, der den Verein nach neun Jahren verlässt, war stimmungstechnisch angeschlagen. "Der Rahmen war perfekt, das Ergebnis war scheiße", sagte der offensive Mittelfeldspieler. "Es war alles angerichtet. Man hat auch gesehen, dass wir Vollgas geben wollten." Doch im zweiten Durchgang sei der FCM zu stark gewesen. "Wir haben keinen Zugriff mehr bekommen. So haben wir uns das nicht vorgestellt. Man geht ungern mit einem 1:5 raus."

Dennoch erfolgreiche Saison

Trotz des unrühmlichen Abschieds gehe er mit positiven Gefühlen aus seiner Zeit in Osnabrück. "Es gibt viele Momente und Gesichter, die ich in meinem Herzen behalten werde. Und so weit ist Paderborn auch nicht weg, ich werde das eine oder andere Mal vorbeischauen." Und, da waren sich Spieler und Trainer einig: "In ein, zwei Wochen werden wir sehen, dass die Saison mit dem sechsten Platz nicht ganz so schlecht war."

Man habe schließlich auch den nötigen Umbruch im Sommer eingeleitet, hatte auch nicht die besten wirtschaftlichen Voraussetzungen. "Wir konnten definitiv in dieser Liga mithalten und haben über weite Strecken auch eine gute Saison gespielt. Wir sind Sechster geworden, das hätte uns vor der Saison kaum einer zugetraut", meinte Scherning. In der kommenden Saison soll es dann aber dennoch besser werden.

   

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