VfL besiegt SVWW, Mannheim geht beim BVB unter, Bayreuth furios

Der VfL Osnabrück ist zurück in der Spur! Mit 4:1 setzten sich die Lila-Weißen am Samstag gegen den SV Wehen Wiesbaden durch, feierten den achten Sieg in den letzten neun Spielen und rücken vorläufig auf den vierten Rang vor. Waldhof Mannheim kam beim BVB II dagegen mit 0:4 unter die Räder, während Ingolstadt spät noch einen Punkt gegen Essen holte (1:1). Im Kellerduell siegte die SpVgg Bayreuth furios mit 5:3 gegen den FSV Zwickau und verdarb damit das Debüt von Ronny Thielemann. Der MSV Duisburg und der SV Meppen trennten sich torlos, während der SC Verl ein 2:1 gegen den VfB Oldenburg holte.

Osnabrück 4:1 Wiesbaden: VfL setzt Ausrufezeichen

An der Bremer Brücke trafen sich zwei Verfolger, die am vergangenen Spieltag einen Rückschlag hinnehmen mussten. Besser kam der VfL in die Partie – und zwar mit einem Standardtreffer: Traoré verlängerte eine Ecke, Simakala war mit dem Hinterkopf zur Stelle, und der Ball schlug früh im Netz ein (6.). Aber auch der SVWW meldete sich in der Partie an, ein Flachschuss von Hollerbach ging jedoch knapp vorbei (14.). Die Gäste übernahmen zunehmend die Spielkontrolle, aber der VfL hatte die bessere Chancen: Nach einem Zusammenspiel von Niemann und Simakala war plötzlich Kunze frei, aber Lyska kam rechtzeitig heraus und verhinderte Schlimmeres (24.). Auf der Gegenseite war auch Kühn bei einem Schuss aufs kurze Eck zur Stelle (28.). Kurz vor der Pause ertönte dann wieder die VfL-Torhymne, weil Kunze den Ball auf der Grundlinie zurückholte – in der Mitte wurde Tesche dann von Niemann bedient, der Ball schlug ein (42.).

Die Lila-Weißen kamen auch wieder stärker aus der Kabine heraus, schnürten die Gäste am Sechzehner ein. Dann dasselbe Bild, wie im ersten Durchgang: Wiesbaden übernahm die Kontrolle, brachte aber Osnabrück nicht ins Schwitzen. Dafür markierte beinahe Beermann den dritten Treffer, doch sein Kopfball nach Freistoß ging knapp daneben (66.). Der SVWW steckte nicht auf, aber auch aus kürzester Distanz scheiterten Froese und Prtajin an VfL-Keeper Kühn (72.). Anschließend machten die Hausherren den Deckel drauf, weil Engelhardt einen langen Ball erlief und vor dem Kasten nur noch auf Kunze querlegen musste (83.). Danach waren die Dämme beim VfL endgültig gebrochen: Wulff spielte in den Lauf von Rorig, der mit seinem ersten Ballkontakt den vierten Treffer erzielte (85.). Im eigenen Strafraum klammerte dann Beermann, was für Schiedsrichter Oldhafer zu einem Elfmeterpfiff ausreichte – Prtajin markierte somit den Ehrentreffer (90.+3). Durch den achten Sieg aus den letzten neun Spielen erobert der VfL somit den vierten Rang, der aktuell zur Relegation berechtigt. Wiesbaden verharrt nach der zweiten Pleite in Folge auf Platz 3.

Bayreuth 5:3 Zwickau: Spektakel im Kellerduell

Der Winter war zurück im Hans-Walter-Wild-Stadion, sodass die Teams zunächst auf schneebedecktem Rasen spielten. Die erste Aktion, die FSV-Cheftrainer Thielemann bei seinem Debüt sah, war die frühe gelbe Karte gegen Jan Löhmannsröben (4.) – und dann der wuchtige Abschluss von Voigt, den Kolbe entschärfte (6.). Es ging danach rauf und runter: Erst köpfte Löhmannsröben knapp nach einer Ecke vorbei (15.), dann zielte auch Ziereis auf der Gegenseite beim Standard daneben (17.). Die Spielvereinigung machte Druck, als Nollenberger beim Konter im Eins-gegen-eins an FSV-Keeper Brinkies scheiterte (22.). Dann jubelte Bayreuth: In der Schnittstelle wurde Nollenberger wieder auf die Reise geschickt, vor dem Kasten musste er nur noch auf Ziereis querlegen – 1:0 (33.). Aber der Stadionsprecher war mit seiner Durchsage noch nicht fertig, da schlug Möker im Strafraum eine Flanke auf Baumann, der aus kurzer Distanz zum Ausgleich einnickte (34.). Noch vor der Pause hätte der FSV die Partie drehen können, aus drei Metern machte sich Kolbe aber gegen Gomez ganz breit (41.).

Die Bayreuther fingen sich dann nach dem Seitenwechsel wieder: Nollenberger legte sich den Ball an Brinkies vorbei, doch Göbel lief ihm die Kugel im letzten Moment ab (50.). Besser machte es Zejnullahu, der nach zwei abgeblockten Versuchen im Strafraum von Ziereis an den Ball kam und humorlos ins Netz einschweißte (58.). Danach zeigte die Spielvereinigung, dass es auch ganz einfach gehen kann: Die Altstädter führten eine Ecke aus, in der Mitte nickte Fenninger nahezu problemlos zum 3:1 ein (69.). Zejnullahu steckte dann auch noch in den Lauf von Hemmerich, der alleine vor Brinkies den vierten Treffer der "Oldschdod" erzielte (80.). Aber Zwickau sendete noch einmal ein Lebenszeichen, indem Baumann ein etwas glückliches Zuspiel zum Doppelpack verwertete (83.). Und das war noch nicht alles: Schneider entwischte der Bayreuther Defensive bei einer hohen Hereingabe und markierte unverhofft den Anschlusstreffer (85.). Der FSV wollte alles nach vorne werfen, wurde aber doppelt zurückgeworfen – erst kassierte Carrera die Gelb-Rote Karte (87.), und den anschließenden Freistoß verwertete Weber zum 5:3-Treffer zum finalen Endstand (90.). Die Spielvereinigung vergrößert den Vorsprung auf Platz 17 nach zwei Siegen in Folge auf vier Punkte vor der Gefahrenzone, während die nun seit vier Partien sieglosen Zwickauer auf den letzten Rang abrutschen.

Dortmund II 4:0 Mannheim: Waldhof kommt unter die Räder

Im Stadion Niederrhein von Rot-Weiß Oberhausen bezog die U23-Mannschaft des BVB schon die dritte Spielstätte in dieser Saison, die nicht die eigene ist. Aber die Elf von Jan Zimmermann störte das überhaupt nicht: Pohlmann schlug im Strafraum noch einen Haken, dann visierte er das kurze Eck an – Bartels zog noch fix die Hand weg, weil die Kugel ans Außennetz ging (8.). Genauer machte es Njinmah wenig später, denn über vier Stationen mit jeweils einem Kontakt kam das Spielgerät in den Lauf des Stürmers, der Bartels anschließend per Lupfer ins lange Eck überwand – 1:0 (18.)! Und Mannheim war weiter im Tiefschlaf: Eine scharfe Ecke von Pohlmann streifte den Kopf von Pfanne, die Kugel knallte Bartels gegen die Brust und dann ins Tor (22.). Die Mannheimer mussten aktiver werden, der Waldhof wurde aktiver: Erst klärte Eberwein einen Abschluss von Rossipal (28.), dann wurde Bahns Schuss von Papadopoulos geblockt und wieder war Rossipal beim Abpraller gegen Lotka nur zweiter Sieger (30.). Der SVW war bis zur Pause stärker, weil der BVB auch etwas Schwung herausnahm

Auch nach dem Seitenwechsel machte der Waldhof weiter Druck – und hätte beinahe ein Durcheinander im BVB-Strafraum ausnutzen können, aber der Abschluss von Pledl aus zehn Metern kam zu zentral (51.). Aber die U23-Mannschaft schaltete wieder einen Gang höher: Beim ersten Versuch im Sechzehner rutschte Njinmah noch weg (62.), dann war der Stürmer zur Stelle und schnürte seinen Doppelpack! Im Konter steckte Eberwein auf Njinmah durch, der sich die Chance nicht nehmen ließ (64.). Das Spiel war entschieden, aber es gab noch Notizen für den BVB: Kamara kassierte den Platzverweis (90.), danach erzielte Pasalic noch den Treffer zum 4:0-Endstand (90.+4). Der BVB springt nach dem ersten Sieg unter Zimmermann über den Strich auf Platz 16, die Mannheimer bleiben trotz der zweiten Auswärtspleite in Folge zunächst Sechster.

Ingolstadt 1:1 Essen: Hawkins rettet den FCI spät

In der letzten Woche hatten beide Teams jeweils den ersten Sieg des Jahres gefeiert, das schien zunächst vor allem dem FCI einen Aufschwung zu geben: Schmidt steckte einen No-Look-Pass auf Bech durch, der die Kugel nach dem ersten Ballkontakt knapp am Tor vorbeizielte (3.). Auf beiden Seiten entstanden danach wenige Offensivaktionen, weil die Defensive das Spiel kontrollierte – per Grätsche blockte Herzenbruch beispielhaft einen aussichtsreichen Konterabschluss von Kopacz (17.). Es dauerte länger, aber dann hatte RWE die Riesenchance: Kefkir bediente Rother am langen Eck mit einer Flanke, doch aus spitzem Winkel parierte Funk reflexartig (34.). Vor der Pause kam besonders von Ingolstadt kaum noch etwas in der Offensive.

Im zweiten Abschnitt präsentierten sich die Schanzer zunächst wieder zielstrebiger. Der Spielfluss war überschaubar, dafür mehrten sich die Kuriositäten: Erst bekam Kopacz die Gelbe für einen Einwurf, der gar nicht an den FCI ging (58.), dann wurde Rother für ein Handspiel wie ein Volleyballer im Mittelfeld ebenfalls verwarnt (63.). Und dann gab es doch noch den erfolgreichen Spielzug – und zwar auf Seiten der Gäste: Eine Flanke auf den langen Pfosten erwischte Harenbrock mit dem Knie, sodass die Kugel im hohen Bogen im Netz einschlug (80.). War es schon der Lucky Punch für Essen? Nein! In der Nachspielzeit wurde Hawkins von Preißinger ins Laufduell geschickt, der sich mit einem Flachschuss ins lange Eck belohnte – 1:1 (90.+1). Der FCI bleibt auf Rang 9 hängen, während RWE den 13. Platz weiter absicherte.

Verl 2:1 Oldenburg: SCV erzielt Knock-Out nach VfB-Platzverweis

Aus den letzten 13 Spielen holte der VfB nur einen Sieg, weswegen sogar Aufstiegstrainer Dario Fossi unter der Woche in die Kritik geriet. Der SC Verl vergrößerte die Sorgen der Oldenburger, denn die Anfangsphase gehörte den drangvollen Ostwestfalen. Otto bekam im Strafraum zu viel Platz und zog aus elf Metern folgerichtig ab, aber Mielitz konnte die Kugel noch wegfausten (26.). VfB-Coach Fossi reagierte, indem er Zietarski für den Rückkehrer Buchtmann brachte (30.). Die Oldenburger bemühten sich in der Folge um gefährliche Szenen, aber dann wurde der Einwechsler zum Unglücksraben – Zietarski lief Tugbenyo im Strafraum von hinten in die Beine, es gab den Strafstoß. Stendera sah wegen seiner vehementen Proteste die gelbe Karte (42.), Sessa verwandelte zum Verler Führungstreffer (43.).

Mit dem Seitenwechsel setzte Oldenburg das Aufbäumen fort – und belohnte sich prompt: Starke ließ Mikic stehen und gab von der Grundlinie in die Mitte, wo Krasniqi goldrichtig eingelaufen war und den Ausgleich besorgte (49.). Doch die Verler machten wieder Druck, aber Sessa (55.) und Batista Meier (57.) bekamen nicht die richtige Gelegenheit für die direkte Antwort. Und dann das: Stendera räumte seinen Gegenspieler im Mittelfeld ab, sodass Schiedsrichter Patrick Hanslbauer die gelb-rote Karte an den Oldenburger verteilte (65.). Damit nicht genug, denn wenig später legte Wosz die Kugel nach einer Ecke in den Rückraum auf Ochojski zurück, der das Spielgerät wuchtig zum 2:1 in die Maschen schoss (69.). Für den VfB wurde es ganz schwierig, während Grodowski auf der Gegenseite gleich zweimal (82./90.+4) die endgültige Entscheidung liegen ließ. Es blieb jedoch beim Verler Sieg, der die Ostwestfalen auf den zehnten Rang treibt. Oldenburg rutscht auf Platz 18 ab und hat nun drei Punkte Rückstand auf das rettende Ufer.

Duisburg 0:0 Meppen: Nur zwei Chancen in 90 Minuten

Bei bestem Wetter in der Schauinsland-Reisen-Arena hätten die Zebras das Publikum schon früh begeistern können: Nach einer Ecke kam Startelf-Rückkehrer Bakir unbedrängt zum Abschluss, doch Janssen klärte die Kugel auf der Linie per Kopf (5.). Danach entwickelte sich auf beiden Seiten kaum Offensivmöglichkeiten, weil sich immer wieder Unzulänglichkeiten in die Zuspiele einschlichen. Immer wieder versuchten es beide Teams aus der Distanz – aber Jander (20./36.) und Stoppelkamp (25./40.) fehlte die Präzision. Von den Gästen aus dem Emsland kam nahezu nichts, bis Ballmert den Kopf von Pourié mit einer Flanke fand – unter Bedrängnis wurde es nicht gefährlich (34.). Abgesehen von den Distanzschüssen kam es nicht zu Strafraumszenen im ersten Abschnitt.

Im zweiten Abschnitt setzte sich das Bild ähnlich fort. Eine Flanke von Stoppelkamp verpasste Ekene knapp (48.), dann forderten die Zebras einen Elfmeter (61.). Erst Mitte der zweiten Hälfte meldete sich Meppen in der Offensive wieder an, aber eine Hereingabe von Risch und Ballmert wurden geklärt (68.). Die Partie steckte schon in der Nachspielzeit, als sie die zweite Großchance sah: Hemlein feuerte einen Ball auf das MSV-Gehäuse ab, aber Müller kam gegen die Laufrichtung mit der Faust heran und wahrte so die Null (90.+1). Die Partie endete torlos, wodurch Duisburg auf dem zwölften Platz bleibt. Der SVM konnte sich durch den Punktgewinn immerhin auf Platz 19 vorschieben, liegt nun aber vier Punkte hinter dem rettenden Ufer.

 

 

   
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