VfB wieder Schlusslicht: Rückschlag gegen Köln "sehr enttäuschend"

Der VfB Lübeck kommt im Kampf um den Klassenerhalt nicht vom Fleck. Nach dem Coup gegen Aufstiegsanwärter Hansa Rostock stürzten die Hanseaten durch die 1:2-Heimpleite im Abstiegsduell mit Viktoria Köln wieder ans Tabellenende ab und stehen immer stärker unter Druck.

"Nicht so gut wie gegen Rostock"

Der Frust über die verpasste Bestätigung des vorherigen Erfolgs gegen Rostock war Lübecks Trainer Rolf Landerl deutlich anzumerken. "Wir wollten nachlegen und weiter Boden auf die Konkurrenz gutmachen. Es ist sehr, sehr enttäuschend", kommentierte der Coach im MagentaSport-Interview den abermaligen Nackenschlag für sein Team. Tatsächlich bedeutete die Vorstellung gegen Köln nicht nur tabellarisch einen Rückschritt für den Aufsteiger. "Wir hatten wieder auf Ballverluste des Gegners gelauert, aber leider ist uns das nicht so gut gelungen wie zuvor gegen Rostock", arbeitete Landerl in seiner Analyse auf der Pressekonferenz einen wichtigen Mangel seiner Mannschaft heraus.

Geradezu ratlos jedoch machte den Österreicher das Verhalten der Gastgeber bei den Kölner Gegentoren nach der Pause. "Dass wir so schläfrig aus der Kabine kommen, darf uns in unserer Phase einfach nicht passieren", schimpfte Landerl über die Viktoria-Führung nur neun Sekunden nach Wiederanpfiff und monierte auch die Entstehung des letztlich entscheidenden 0:2 mit klaren Worten: "Das war ein Geschenk, das war naiv." Die Moral und der Kampfgeist seiner Spieler sowie der Anschlusstreffer von Cyrill Akono (78.) konnten Landerl nicht über die verpasste Tuchfühlung zum ersten Nicht-Abstiegsplatz hinwegtrösten. "Die Mannschaft hat sich nicht aufgegeben. Aber beide Tore dürfen nicht passieren. Wenn man an den Gegner solche Einladungen zum Toreschießen verteilt, steht man am Ende auch mit solch einem Ergebnis da", resümierte Landerl deprimiert.

"Schnell abputzen und stehen bleiben"

Auch in der Kabine verlief die Suche nach Gründen für die Fehler zunächst ergebnislos. "Beide Tore waren selbstverschuldet, aber es ist schwer zu erklären, wie die Tore entstehen“, meinte Abwehrchef und Kapitän Tommy Grupe. Allen Schwächen zum Trotz ist Lübeck im Abstiegskampf allerdings noch längst nicht abzuschreiben. Mit nur drei Punkten Rückstand zum rettenden Ufer haben die Norddeutschen noch alle Chancen.

Umso eindringlicher lenkte Landerl den Blick schon auf das nächste Abstiegsduell am Freitag beim KFC Uerdingen. "Die Mannschaft", dozierte der 45-Jährige, "die sich am schnellsten abputzt und stehen bleibt, wird den Kampf gegen Abstieg auch am besten bewältigen." Grupe setzte ebenfalls schon viel Hoffnung in die Reise zum Duell mit den Krefeldern: "Es geht gegen einen direkten Konkurrenten. Da wollen wir wieder punkten, dann sieht die Welt wieder anders aus.“

   
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