"Vertrauen ist extrem groß": Janßen trotz Talfahrt ohne Job-Ängste

Trotz der anhaltenden Talfahrt von Viktoria Köln ist sich Trainer Olaf Janßen seiner Sache sicher. Auch wenn die Rheinländer bei der 0:2-Heimpleite gegen Spitzenreiter SV Elversberg zum achten Mal in Serie ohne Sieg blieben, sieht der Ex-Profi seinen Posten in Höhenberg absolut nicht in Gefahr.

"Ich werde als Einziger unruhig"

"Ich habe das Glück, auf einem der wenigen Trainer-Posten im deutschen Profi-Fußball zu arbeiten, wo das Vertrauen extrem groß ist", sagte Janßen im "MagentaSport"-Interview und stellte mit Nachdruck klar: "Der Einzige, der bei uns unruhig wird, bin ich selbst, denn das ist nicht mein Anspruch." Aus seinem Frust mochte der 56-Jährige nach der zweiten Heimpleite nacheinander auch kein Hehl machen: "Dafür mache ich den Job nicht und stecke viel Arbeit da rein, sondern um Spiele zu gewinnen."

Auf die Wiederkehr des entsprechenden Glücksgefühls warten Janßen und seine Mannen nun allerdings schon seit mehr als zwei Monaten. Lediglich fünf Punkte holten die Domstädter nach ihrem bislang letzten Erfolgserlebnis am 13. August mit 2:1 gegen Aufstiegsfavorit Dynamo Dresden. Hatte die Viktoria nach dem Coup gegen Dresden zwischenzeitlich sieben Zähler Vorsprung auf die Abstiegsplätze, ist Köln mittlerweile für die Rivalen in der Gefahrenzone in Schlagdistanz geraten. Vereinschef Franz Wunderlich ließ seiner Unzufriedenheit mit der Entwicklung der vergangenen Wochen im "Kicker" prompt freien Lauf: "Es ärgert mich wirklich maßlos, dass wir gut in die Saison reinkommen, und danach auf einmal kein Spiel mehr gewinnen. Wir müssen die Situation nun genau analysieren."

"Es war an der Seitenlinie ziemlich ernüchternd"

Janßen wird seinem Chef und Mentor momentan nur wenig Hoffnung auf schnelle Besserung machen können. "Wir hatten zu wenig Lösungen, um gefährlich zu werden, und haben den Gegner selbst zu seinen Toren eingeladen und uns selbst bestraft", resümierte Janßen "Es war an der Seitenlinie ziemlich ernüchternd." Deshalb richtete sich auch Janßens Blick vor dem Gastspiel am Samstag im rheinischen Duell beim MSV Duisburg sorgenvoll auf die bedrohlich nahe gekommene Abstiegszone der Tabelle: "Wir müssen schütteln, dann aber in den Spiegel gucken und ehrlich zu uns sein. Wir müssen an Stellschrauben drehen, damit wir in Duisburg ein anderes Gesicht zeigen."

Die erhoffte Trendwende benötigt Köln aufgrund der Tabellenkonstellation auch dringend, wie Janßen auf der Pressekonferenz warnend verdeutlichte: "Wenn wir unsere Negativserie fortsetzen, werden wir nach unten durchgereicht.“

   
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