Verl und Zwickau trennen sich 1:1 – Keine Tore in München

Ohne Sieger endeten die beiden Nachholspiele am Dienstagabend. Die SpVgg Unterhaching kam trotz zahlreicher Chancen nicht über ein 0:0 bei Türkgücü München hinaus, beendete aber immerhin deren Serie von vier Siegen in Folge. In Paderborn verpasste der SC Verl einen weiteren Schritt Richtung Aufstiegsplätze, weil König das frühe Eigentor von Könnecke mit Beginn des zweiten Durchgangs zu egalisieren wusste. 

Verl 1:1 Zwickau: Zwei frühe Treffer in beiden Hälften

Erst jüngst hatte der Aufsteiger aus Verl bekanntgegeben, eine Lizenz für die 2. Bundesliga beantragen zu wollen. Bei 29 Punkten nach 18 Spieltagen und Rang fünf in der Tabelle sicherlich eine nachvollziehbare Entscheidung, zumal das Team von Guerino Capretti auch gegen den FSV Zwickau wie eine echte Spitzenmannschaft in die Partie startete. Quasi mit dem Anstoß suchten die Ostwestfalen den Weg nach vorne und fanden diesen in Person von Haeder. Der 31-Jährige kam mit Tempo über die linke Seite und bediente Schwermann im Zentrum, dessen Abschluss abgefälscht von Könnecke nach nicht einmal zwei Minuten unhaltbar für Brinkies über die Torlinie trudelte (2.). Das frühe 1:0 brachte den SCV zusätzliches Selbstvertrauen und mündete in weiteren Möglichkeiten für die Ostwestfalen. Bei einem Torschuss von Haeder war Brinkies mit einer Parade zur Stelle (7.), ein weiterer Abschluss von Taz aus der zweiten Reihe wurde noch ans linke Lattenkreuz abgefälscht (12.). Von Zwickau war offensiv hingegen lange Zeit nichts zu sehen, erst bei einem direkten Freistoßversuch von Starke musste Brüseke eingreifen und klärte den Ball gemeinsam mit Corboz (33.). Ansonsten hatte Verl alles im Griff und musste sich zur Halbzeit einzig  den Vorwurf gefallen lassen, nur mit einem Tor in Front zu liegen.

Und das sollte sich mit Beginn des zweiten Durchgangs rächen. Starke brachte einen Freistoß von der linken Seite hoch in den gegnerischen Strafraum, wo König im richtigen Moment einlief und per Grätsche zum bis hierhin schmeichelhaften 1:1-Ausgleich für Zwickau traf (49.). Das Spiel war nun wieder offen und das drückte sich auch im Geschehen auf dem Feld aus. Corboz und Jürgensen fanden bei einem Freistoß in Brinkies ihren Meister (55.), auf der anderen Seite ging ein Versuch von Nkansah rechts am Tor vorbei (60.). Gapretti reagierte und brachte den zuletzt verletzten Toptorjäger Janjic für Haeder, der auch gleich die nächste Möglichkeit besaß, aber etwas zu hoch zielte (69.). Zwickau versuchte es dann mal wieder aus der Distanz, sowohl Jensen (75.), als auch Miatke (77.) schossen aber knapp am Tor vorbei. Mit einer letzten großen Möglichkeit durch Schikowski auf der anderen Seite (90+1.) endete das Spiel schließlich mit einem Unentschieden, durch das Verl auf Platz fünf klettert, während Zwickau als 17 knapp unter dem Strich verbleibt.

Türkgücü 0:0 Unterhaching: Die Gäste nutzen die zahlreichen Chancen nicht 

Während sich Türkgücü München mit vier Siegen in Serie endgültig im Aufstiegsrennen angemeldet hat, heißt die bittere Realität für die Spielvereinigung nach zuletzt vier sieglosen Spielen und drei Niederlagen Abstiegskampf. Der ehemalige Bundesligist wollte mit einem Punktgewinn gegen die Münchner aber wieder für etwas mehr Ruhe sorgen und ging das Spiel mit sieben Veränderungen im Vergleich zum 0:2 gegen den 1. FC Magdeburg an. Laut Arie van Lent kein Denkzettel für die aus der Startelf rotierten Spieler, sondern lediglich eine Reaktion auf die enge Spieltaktung der Englischen Woche. Beide Mannschaften wirkten zu Spielbeginn auch noch nicht so ganz agil, viel spielte sich insbesondere im Mittelfeld ab. Erst ein Abschluss von Hasenhüttl sorgte für etwas Gefahr, bedrängt von Berzel drückte der Hachinger den Ball aber hoch am Türkgücü-Gehäuse vorbei (20.). Eine noch größere Möglichkeit besaß wenige Minuten später Ehlich, scheiterte im Eins-gegen-eins-Duell aber an Torhüter Vollath (28.). Insgesamt waren die Gäste in dieser Phase aber nun das bessere Team, wobei Hufnagel (31.) und Ehlich (39.) weitere Möglichkeiten vergaben, so dass es schließlich mit einem torlosen Unentschieden in die Kabinen ging.

Mit Gorzel für Alkan hoffte Türkgücüs Trainer Alexander Schmidt im zweiten Durchgang auf mehr Aktionen von seinem Team, das Bild ähnelte aber weiterhin dem aus Halbzeit eins. Nachdem Gorzel von Schröter aus wenigen Metern angeschossen wurde, forderten die Gäste einen Elfmeter, Schiedsrichter Martin Speckner (Schloßberg) ließ aber weiterlaufen (51.). Mit der nächsten Szene hätte Unterhaching auch ohne Strafstoß in Führung gehen können, nachdem Hasenhüttl eine Flanke von Turtschan auf Schwabl verlängert hatte, schoss der Kapitän aus halbrechter Position aber um Zentimeter am Pfosten vorbei (53.). Es blieb weiterhin ein Spiel auf ein Tor, die Chancenauswertung von Unterhaching war allerdings das, was sich wohl unterirdisch nennt. Als nächstes versuchte es Hasenhüttl, stocherte den Ball aus dem Gedränge aber auch nur über die Torauslinie (71.). Und so blieb es letztlich beim 0:0, wodurch Unterhaching zwar den Siegeslauf von Türkgücü München erst einmal stoppt, einen größeren Schritt raus aus dem Tabellenkeller aber verpasst. Mit 21 Zählern hat die Spielvereinigung auf Rang 15 noch zwei Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze, allerdings haben die Mannschaften im Tabellenkeller alle wenigstens noch ein Spiel weniger als die Oberbayern. Türkgücü springt durch den Punkt hingegen auf Rang vier und behält die Aufstiegsplätze im Blick.

   
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