Verhärtete Fronten: Was passiert bei der FCK-Aufsichtssratssitzung?

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Während sich die sportliche Situation beim 1. FC Kaiserslautern insgesamt etwas entspannt hat, brodelt es hinter den Kulissen weiter. Die Frage um die Finanzierung des Vereins teilt den Verein in zwei Lager.

Aufsichtsrat weiterhin zerstritten

Am morgigen Donnerstag findet die nächste Aufsichtsratssitzung des 1. FC Kaiserslautern statt. Der offizielle Termin könnte bestimmen, wie der Weg des Fritz-Walter-Vereins in den kommenden Monaten aussehen wird: Der Aufsichtsrat ist sich weiterhin uneinig, auf welche Weise die finanziellen Probleme des FCK gelöst werden sollen. Bereits Anfang des Jahres schien die interne Zerstrittenheit ihren Höhepunkt erreicht zu haben, ein Umbruch deutete sich an – doch in einer Krisensitzung schlossen die Aufsichtsräte einen vorübergehenden Waffenstillstand, um die Herausforderungen des Vereins "gemeinschaftlich zu bewältigen".

Nun steht die nächste Aufsichtsratssitzung an, und erneut treffen unterschiedliche Ansichten zum Thema Finanzen aufeinander: Erst am Dienstag machte der 1. FC Kaiserslautern bekannt, dass vier Investoren bereit seien, 500.000 Euro bereitzustellen. Auch das Crowdlending-Modell brachte bereits 300.000 Euro ein. Die Finanzlücke ist damit aber noch nicht geschlossen.

Ist der Interessenkonflikt zu lösen?

Um dieses Problem zu lösen, bevorzugen Aufsichtsratschef Patrick Banf und Jochen Grotepaß nach "Kicker"-Angaben ein Modell mit regionalen Investoren um Ex-Aufsichtsratschef Dieter Buchholz. Auf der Gegenseite stehen Hauptsponsor Harald Layenberger, sowie die Aufsichtsräte Michael Littig, Paul Wüst und Jürgen Kind. Wie das Fachmagazin berichtet, soll hinter Littig eine andere regionale Investorengruppe stehen, die bereit wäre, mehr Kapital zur Verfügung zu stellen als die Investoren um Buchholz – allerdings wohl nur in einer Konstellation, in der Littig an Einfluss gewinnt und Banf nicht mehr als Aufsichtsratsschef fungiert.

Der Ausgang der Sitzung scheint komplett soffen: Sowohl eine Abwahl Banfs als auch eine Rotation der Ämter sind laut "Kicker" in der Ergebnisverlosung. Die Reaktionen der Sponsoren um Buchholz sowie von Hauptsponsor Layenberger bleiben dabei die großen Unbekannten – ein Rückzug scheint nicht ausgeschlossen. Die Aufsichtsratssitzung im Januar endete ohne größere Veränderungen – auch dies könnte, zumindest als erneute Zwischenlösung, eine Möglichkeit sein.

   

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