"Verbote sind der falsche Weg": 1860-Präsidium meldet sich zu Wort

Im Streit um eine Anti-Ismaik-Fahne der Fans von 1860 München hat sich nun das Präsidium des Vereins zu Wort gemeldet.

Präsidium wirbt für sachliche Debattenkultur

"Wir als Geschäftsleitung sprechen uns gegen diese Fahne aus und wünschen uns, dass diese Botschaft künftig bei den Spielen der Löwen nicht mehr zu sehen ist." Mit diesen Worten hatte sich die Geschäftsleitung der Löwen am Montag an die Fans gewandt. Die Bitte blieb jedoch ungehört, beim Spiel gegen Meppen war die Fahne mit dem durchgestrichenen Konterfei des Jordaniers trotzdem zu sehen. Unterdessen gaben einige Fans zu Protokoll, dass ihnen der Zutritt zum Stadion verwehrt wurde, weil sie Ismaik-kritische Fanartikel bei sich trugen.

"Wir halten ein solches Vorgehen für in keiner Weise hilfreich, um den bestehenden Konflikt zu entschärfen", heißt es nun in einer Stellungnahme des Präsidiums. Gleichwohl wünschen sich Robert Reisinger, Heinz Schmidt, "dass diese Fahne nicht mehr weht. Dafür bedarf es Überzeugungskraft. Verbote sind der falsche Weg." Stattdessen setzt das Präsidium auf eine Debattenkultur, "die auch im sachlichen Streit den anderen wertschätzt. Ob dazu die durchstrichene Silhouette eines Menschen gehört, erhitzt die Gemüter. Für den Betroffenen ist die Darstellung sicher ein Affront. Justiziabel ist sie nicht".

   
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