Keine Tore am Freitagabend: Chemnitz trotzt Magdeburg

Nach der Pokal-Pause vom letzten Wochenende trennten sich der Chemnitzer FC und der 1. FC Magdeburg am Freitagabend mit einem torlosen Unentschieden. Während die Gäste den ersten Durchgang dominierten, fanden die Himmelblauen nach Wiederanpfiff deutlich besser in die Partie, offenbarten vor dem Tor jedoch Nervenschwäche.

Wenig Torgefahr in Halbzeit eins

Zum Auftakt des fünften Spieltags standen sich in Chemnitz zwei Mannschaften gegenüber, die mit der bisherigen Punkteausbeute alles andere als zufrieden sein konnten. Die Gastgeber rangierten mit lediglich einem Zähler auf dem vorletzten Platz, die ambitionierten Magdeburger mit fünf Punkten im Niemandsland der Tabelle. Im Pokal zeigten beide am vergangenen Wochenende jedoch ansprechende Leistungen und scheiterten jeweils nur denkbar knapp an Bundesligisten. Die Pokal-Auftritte wirkten sich durchaus auch auf die Wahl des Personals aus: Während CFC-Trainer Bergner seine Startelf überhaupt nicht veränderte, rückte beim FCM nur Stammtorhüter Brunst wieder zwischen die Pfosten. Auf den Tribünen war hingegen ein ungewohntes Bild zu beobachten: Ein Teil der Chemnitzer Fans boykottierte die Partie.

Schon zu Beginn zeichnete sich eine klare Rollenverteilung ab. Die Magdeburger hatten den Ball meist in den eigenen Reihen, Chemnitz verteidigte tief und wartete auf Kontermöglichkeiten. Die Gäste fanden jedoch deutlich besser in die Partie: Keine fünf Minuten waren gespielt, da setzte sich Bertram erstmals durch, zog in den Sechzehner und scheiterte erst an CFC-Keeper Jakubov (5.). Die Hausherren blieben ihrer Defensiv-Taktik auch in der Folge treu – Magdeburg kam kaum in die gefährliche Zone. Das änderte sich nach rund einer Viertelstunde wieder: Kvesic schlug eine Flanke, Ernst verfehlte das Gehäuse aus spitzem Winkel (15.). In der Folge nahm auch der CFC mehr und mehr am Spielgeschehen teil und zeigte sich sich vereinzelt in der Offensive.

Müller war es dann, der das Gäste-Tor erstmals in Gefahr brachte. Der Chemnitzer Kapitän nahm sich aus 30 Metern Torentfernung ein Herz und zielte nur knapp links vorbei (25.). Ansonsten ereignete sich lange nicht sonderlich viel, was eher den Hausherren in die Karten spielte. Diese fanden immer besser in die Partie: Bonga setzte sich gegen Perthel durch und prüfte FCM-Schlussmann Brunst mit einem zentralen Abschluss (31.). Auf der anderen Seite klärte Jakubov einen Kvesic-Freistoß mit den Fäusten, Gjasula konnte die Nachschussmöglichkeit nicht verwerten (37.). Weiter passierte nichts. Magdeburg begann stark, jedoch zeigte auch der CFC im weiteren Verlauf ordentlich Ansätze – so ging das Unentschieden zur Pause in Ordnung.

Tuma und Bonga vergeben CFC-Dreier

Auch nach Wiederanpfiff spielte sich das Geschehen zunächst hauptsächlich im Mittelfeld ab. Erst ein regelwidriges Einsteigen von Magdeburgs Laprevotte gegen Offensivmann Sturm schien die Mannschaften aufzuwecken. Bitter: Der erst zur Pause für Bozic eingewechselte Sturm musste das Feld verletzungsbedingt verlassen und durch Neuzugang Tuma ersetzt werden (53.). Nach der Szene suchten die Gastgeber ohne zu Zögern den Weg nach vorne: Bonga setzte sich auf links gekonnt durch, spielte die Kugel anschließend aber in den Rücken der Angreifer. Zwar kam der aufgerückte Itter noch zum Abschluss, Brunst konnte jedoch problemlos parieren (54.). Wiederum nur drei Zeigerumdrehungen später forderten die Chemnitzer vehement Elfmeter: Tuma war vom rechten Flügel kommend in den Strafraum eingedrungen, bevor er das Leder jedoch nach innen passen konnte, rauschte Bertram heran und checkte den CFC-Angreifer harsch über die Torauslinie – kritisch (57.).

Dann wieder einmal die Gäste: Perthel setzte Kvesic am Fünfmeterraum in Szene, letzterer verpasste die Führung nur knapp (60.). Doch die Himmelblauen waren weiterhin im Spiel und hatten wenig später ihrerseits die Großchance. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß kam Garcia auf links an die Kugel und leitete umgehend in die Mitte weiter. Der völlig freistehende Tuma lief auf Brunst zu – schoss den Schlussmann jedoch an (64.). Die Hausherren waren nun eindeutig am Drücker: Nach Bongas Kopfball aus drei Metern Torentfernung rettete erneut der glänzend aufgelegte Brunst (68.). Die Führung für Chemnitz schien in dieser Phase nur eine Frage der Zeit, doch Magdeburg fing sich wieder.

So bekamen die 5.598 anwesenden Zuschauer eine ausgeglichene Schlussviertelstunde zu sehen. Einen Pfeil hatten die Chemnitzer allerdings noch im Köcher: Schoppenhauer brachte einen Freistoß, Langer köpfte über Brunst hinweg – Latte! (84.) Die Mannschaften blieben auch danach bemüht, der Lucky Punch gelang jedoch nicht mehr. So blieb es am Ende bei einem torlosen, durchaus leistungsgerechten Unentschieden. Die Gastgeber müssen sich angesichts der vergebenen Hochkaräter eine mangelnde Chancenverwertung vorwerfen lassen. In der Tabelle hilft der Punkt weder dem CFC noch dem FCM wirklich weiter.

   
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