Unterschiedliche Voraussetzungen im Aufsteigerduell

Drei Wochen nach dem letzten Auftritt in der 3. Liga ist der SC Verl am Montagabend gegen den VfB Lübeck gefordert. In Paderborn treffen die beiden Aufsteiger zum regulären Abschluss des 10. Spieltags aufeinander (19 Uhr) – und damit auch die Kickstarter auf die Spätstarter.

Lübeck hat "Blut geleckt"

Sieben Spiele in Folge wartete der VfB Lübeck nach dem Aufstieg auf den ersten Sieg, doch dafür konnte die Mannschaft von Cheftrainer Rolf Martin Landerl zuletzt gleich zwei Erfolge hintereinander feiern. "Wir haben Blut geleckt", verspricht Defensivspieler Sven Mende im "Kicker", dass die Serie weiterhin Bestand haben soll. Neben den sechs Punkten, die Lübeck gegen Köln und Uerdingen einsackte, konnte der Aufsteiger auch in beiden Partien die Null halten.

Das schreibt der Coach auch Mende zu, der zwischenzeitlich seinen Startplatz verloren hatte. "Er sorgt für Balance, sichert in der Defensive positionsgetreu ab und gibt uns im Spielaufbau gute Optionen", lobte Landerl den wiedererstarkten Mende, der auch in Paderborn zum Team gehören wird. Das Spiel gegen Mit-Aufsteiger Verl findet in der Benteler-Arena des Zweitligisten statt, da das Flutlicht im heimischen Verler Stadion nicht ausreichend ist. Für Landerl kein Problem: "Wir freuen uns auf ein Stadion mit guten Bedingungen, unter denen beide Mannschaften auch Fußball spielen können."

Bremst die Pause Verl aus?

Auch für den SC Verl stellt das keine Schwierigkeit dar, immerhin war die Saison ohnehin im Paderborner Schmuckkästchen geplant gewesen. Der erste Spiel im Exil gewann Verl gegen Magdeburg deutlich mit 3:0. Problematischer stellt sich fast schon die Tatsache dar, dass Verl zuletzt vor drei Wochen in einem Pflichtspiel antreten konnte – danach schlug die Corona-Pandemie beim Aufsteiger zu. "Wir standen zwar nicht auf dem Platz, müssen aber nicht bei null anfangen", gab sich SCV-Cheftrainer Guerino Capretti dennoch kämpferisch. Erst am Donnerstag konnten die Ostwestfalen wieder trainieren.

Vor 22 Tagen schlug Verl im letzten Aufsteigerduell den 1. FC Saarbrücken mit 2:1 – und die sind derzeit Tabellenführer. Generell startete der ostwestfälische Klub früh mit guten Leistungen in die Saison, fuhr bislang vier Siege gegenüber zwei Niederlagen und einem Remis ein. Ob die Verler diesen Kickstart in die Liga auch nach der langen Corona-Zwangspause wieder auf den Rasen bringen können, zeigt sich im Montagabendspiel des 10. Spieltags. Dann möglicherweise auch mit Torjäger Justin Eilers, der zusammen mit Matthias Haeder und Patrick Schikowski in der Wartezeit aus einer Verletzungspause zurückkam.

   
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