SpVgg Unterhaching von Trainer-Diskussion "meilenweit entfernt"

Am heutigen Samstag (14 Uhr) gastiert die SpVgg Unterhaching zum absoluten Kellerduell in Duisburg. Statistisch gesehen hat die Spielvereinigung derzeit die schlechtesten Karten im Abstiegskampf, doch Präsident Manfred Schwabl glaubt weiterhin an Cheftrainer Arie van Lent und den Klassenerhalt. Nun sind die Spieler gefordert.

"Keinen Voodoo-Zauber machen"

"Ich bin meilenweit davon entfernt, das Trainerteam zur Diskussion zur stellen, weil ich täglich sehe, wie sie sich reinhauen", verbürgt sich Schwabl in einem "Bild"-Interview einmal mehr für Cheftrainer Arie van Lent, der seit Sommer die Geschicke leitet. Nur 0,88 Punkte pro Partie holte der Niederländer seither, aus den letzten zehn Spielen gab es nur zwei Punkte. Das Vertrauen ist dennoch ungebrochen. Schwabl zeigt sich überzeugt: "Wenn es anders wäre, wäre es doch hanebüchen, nicht zu reagieren. Für die Aktionäre und für mich, der am meisten Geld im Klub stecken hat."

Am heutigen Samstag sind die Oberbayern in Duisburg gefordert. Dazu fordert er von den Spielern, dass sie an die Leistungsgrenze gehen – etwas, das Schwabl nicht von jedem Spieler gesehen hat: "Der Ball liegt klar bei unseren erfahrenen Profis, ihr Potential endlich auf den Platz zu bringen und die Kohlen für den Verein aus dem Feuer zu holen!" Eine deutliche Ansage in Richtung der Spieler, die bislang unter ihren Möglichkeiten blieben. "Du kannst keinen Voodoo-Zauber machen, sondern nur hart trainieren und ehrlich miteinander umgehen."

Pech und Fehler in Oberbayern

Doch wie konnte es überhaupt so weit kommen? Mehrfach hatte Unterhaching in den letzten Jahren mit schlechten Rückrunden zu kämpfen, obwohl die erste Halbserie vielversprechend verlief. Arie van Lent sollte das Muster durchbrechen, doch es wurde schlimmer. "Es hat sicher mehrere Gründe. Aber schon ein brutales Verletzungspech mit Hain, Stahl, Welzmüller und Endres – alle als Leistungsträger eingeplant. Jetzt kam auch noch Hasenhüttl dazu", zählte Schwabl das Lazarett der Oberbayern auf. Auch auf dem Transfermarkt steht der Präsident zu eigenen Fehlern: "Hier in dem einen oder anderen Fall kein glückliches Händchen gehabt zu haben, muss man ganz klar uns ankreiden."

Die Zuversicht ist dennoch groß, dass der Klassenerhalt am Saisonende erreicht wird. "Wir werden ja nicht abgeschlachtet, im Gegenteil", blickte Schwabl zwar auf die Niederlagen-Serie zurück, sah darunter aber "oft unglückliche" Ergebnisse. Und in der Tat: Bei den letzten fünf Pleiten verlor Unterhaching jeweils "nur" mit einem Tor Unterschied. Für den Präsidenten stehen jetzt 14 Schlüsselspiele an, um den Absturz zu verhindern. Doch die Spielvereinigung muss auf den Worst Case vorbereitet sein, das zeichnet sich auch im Vertragswesen ab – die Top-Talente seien beispielsweise auch für die Regionalliga gebunden. Und Schwabl zeigte sich gewohnt kämpferisch: "Ich wäre der Erste, der wieder aufsteht und die Ärmel hochkrempelt."

   
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