Unmut beim FCM wächst: Franz bemängelt "fehlende Gier"

Nach der 0:1-Niederlage gegen Hansa Rostock wächst bei den Fans des 1. FC Magdeburg so langsam der Unmut, die Stimmung scheint auch gegen den Trainer Stefan Krämer zu kippen. Sportdirektor Maik Franz nimmt seinen Coach daher nun in Schutz und sieht viel mehr die Mannschaft in der Pflicht, der er die fehlende Gier vorwarf.

Franz nimmt Mannschaft in die Pflicht

Eigentlich war der 1. FC Magdeburg ganz ordentlich in das Ostderby mit dem F.C. Hansa Rostock gestartet und besaß in der ersten halben Stunde gleich mehrere gute Möglichkeiten in diesem richtungsweisenden Spiel in Führung zu gehen. Doch dann trafen die Gäste in Person von Nik Omladic zum 1:0 (33.), stellten den Spielverlauf auf den Kopf und sorgten für einen Bruch im Spiel der Magdeburger, die anschließend nie mehr wirklich zurück in die Partie finden sollten. "Es kann nicht sein, dass wir den Gegner kurz vor dem K.o. haben, dann aber nicht nachsetzen, ihn wieder stark machen und am Ende nach Punkten verlieren. Uns fehlte die Gier und die Entschlossenheit, den Ball im gegnerischen Tor unterzubringen", wird FCM-Sportchef Maik Franz der Mannschaft in der "Volksstimme" vor und stärkt damit auch seinem Coach den Rücken.

Denn auf der Tribüne waren nach Abpfiff auch erstmals Unmutsbekundungen gegen Stefan Krämer laut geworden, mit denen Franz aber nichts anfangen konnte: "Wir fangen keine Trainerdiskussion an. Stefan hat die Mannschaft auf das Rostock-Spiel sehr gut vorbereitet. Sonst hätten wir den Gegner nicht eine halbe Stunde lang dominiert. Doch letztendlich kann Stefan den Ball nicht selbst über die Linie schieben." Und so setzte es nach dem 2:4 zum Saisonstart gegen Eintracht Braunschweig nun die zweite Niederlage in dieser Spielzeit. Weil zudem sieben Spiele nur Unentschieden ausgingen, steht der Absteiger nach zwölf Spieltagen auf einem enttäuschenden elften Platz und weist bereits einen Rückstand von sechs Punkten auf den Relegationsplatz auf.

Die erfahrenen Spieler sind gefordert 

Ein großes Problem sieht Franz dabei auch bei der Verarbeitung von Rückschlägen, bereits mehrfach in dieser Spielzeit waren diese auch gleichbedeutend mit einem Leistungsabfall auf dem Platz. Zu sehen nicht nur im neuesten Fall gegen Hansa Rostock, sondern beispielsweise auch beim 1:1 gegen den MSV Duisburg vor wenigen Wochen. "Die ganze Mannschaft, besonders die erfahrenen Spieler sind nach solchen Rückschlägen gefordert. Sie müssen mehr dafür tun, damit wir in solchen Situationen zurück in die Spur kommen", fordert Franz und nimmt damit gerade die älteren Spieler in die Pflicht. Die Möglichkeit, die Forderungen auch auf dem Platz zu erfüllen, ergibt sich bereits am kommenden Freitag (19 Uhr). Dann ist der 1. FCM zu Gast beim starken Aufsteiger Viktoria Köln in der Domstadt.

   
  • Kunde

    Wir konnten uns auch mit Glück über das 1:0 und besonders die 0 freuen die Kolke festgehalten hat. Beide Teams waren gleichauf vor dem Spieltag. Jetzt zu weinen weil einer gewonnen hat ist doch albern.

  • Frank Wendler

    Ich verstehe überhaupt nicht,warum jetzt erst sich über den Mannschaftskader gemacht wird.Wenn die Klubspitze sich hinstellt und das Saisonziel mit Klassenerhalt ausgibt ,um in ca.2 Jahren wieder auf zu steigen,braucht niemand sich wundern wenn die Spieler keinen Einsatz zeigen und da siehst Du als Trainer immer blöd aus. Herr Franz sollte sich mal hinterfragen !!!

  • Matthias Mewes

    "Es kann nicht sein, dass wir den Gegner kurz vor dem K.o. haben…"

    Eigenartig, wie habe ich beim Spielstand von 0:0 oder 0:1 den Gegner kurz vorm KO???

    • Sterneneisen

      Geballte Inkompetenz. Maik Franz ist Experte darin, seinen Laptop hochzufahren und auf tm.de zu gehen, nicht aber echte Spieler zu scouten & angemessen einzuschätzen. Quasi ganz seinem früheren Spiel entsprechend nicht der Feinsinnigste.
      Der FCM sollte sich sportlich dringend neu aufstellen, da sonst aus dem Plan 3 Jahre bis zur 2. Liga, 5 bis zur 3. Liga werden könnte.

  • Philipp Schramm

    Endlich mal ein Sportchef, der nicht den Trainer, somndern die komplette Mannschaft kritisiert. Schließlich sind es die 11 Mann auf dem Platz, die das Spiel spielen, nicht der Trainer.
    Der Trainer kann noch soviel reden, wenn die Spieler das auf dem Platz nicht umsetzen, liegt es nicht am Trainer.

    • Sterneneisen

      Nichts als Floskeln ist wohl kaum die große Kunst. Stattdessen sollte sich Franz hinterfragen, warum er bisher jede Saison fast nur Nieten verpflichtet hat. Immerhin ist das seine Kernaufgabe.

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