"Unglaubliche" Enttäuschung beim MSV – Sorgen um Stoppelkamp

Nach zuletzt vier Siegen aus fünf Partien musste der MSV Duisburg wieder einen kleinen Rückschlag im Abstiegskampf hinnehmen. Die Zebras unterlagen dem FSV Zwickau zu Hause mit 0:1, haben aber noch sieben Punkte Vorsprung auf die Zone unter dem Strich. Viel falsch gemacht hatten die Hausherren nicht – nur die Chancenverwertung war zu schwach. Derweil gibt es Sorgen um Kapitän Moritz Stoppelkamp.

"Wir werden zurückkommen"

Tatsächlich waren die Meidericher zuletzt das formstärkste Team der Liga. Mit dementsprechend viel Selbstvertrauen wurde das Duell gegen die Westsachsen angegangen. Und nach den 90 Minuten konnte Trainer Hagen Schmidt auch nicht allzu viel bemängeln. Jedoch hatte sein Team das Wichtigste im Fußball vergessen: das Toreschießen. "Wir haben ein gutes Spiel gemacht, haben all die Dinge umgesetzt, die wir uns vorgenommen hatten. Wir hatten Präsenz im eigenen Ballbesitz, haben den Gegner zu Fehlern gezwungen." Aber: "Wir haben die Chancen zu einfach vergeben, deshalb stehen wir mit leeren Händen da", erklärte der 52-Jährige im Interview mit der "Telekom".

Der Gegner hingegen habe "kaum stattgefunden" und nur "zwei Mal aufs Tor geschossen". Die Zwickauer seien ansonsten nur aufs Verteidigen aus gewesen, hätten "nichts fürs Spiel getan. Deshalb müssen wir uns an die eigene Nase fassen". Die beste Gelegenheit hatten die Hausherren nach 27 Minuten: John Yeboah hatte einen Eingriff eingeleitet und auf Moritz Stoppelkamp gepasst. Der Kapitän flankte in die Strafraummitte zu Yeboah, der jedoch nur die Latte traf. "Ich hätte selber eins, zwei Tore machen können", ärgerte sich der 21-Jährige, der nach vier Vorlagen in elf Partie noch auf seinen ersten Treffer wartet. "Die Enttäuschung ist unglaublich, es ist bitter. Wir hätten die drei Punkte mitnehmen können. Aber wir werden zurückkommen", gab sich der Flügelspieler optimistisch.

Stoppelkamp verletzt raus

Einen Aufreger gab es noch einmal kurz vor dem Abpfiff. Nach einer Flanke von Marvin Ajani wollte Julian Hettwer im Strafraum der Schwäne Richtung Ball gehen, wurde dabei jedoch von Steffen Nkansah mit der Hand im Gesicht getroffen. Doch die Partie lief weiter. "Er haut ihm die Hand ins Gesicht, für mich ist das ein klarer Elfmeter", schimpfte Schmidt nach Sichtung der TV-Bilder. "Er wird dadurch behindert, kann sich nicht mehr auf die Eingabe konzentrieren." Schiedsrichter Robert Kampka sei dem gebürtigen Thüringer ohnehin ein paar Mal negativ aufgefallen, als er "ein paar Fifty-Fifty-Situationen nicht gerade für uns entschieden hatte".

Und als wäre die Niederlage für den MSV nicht schon ärgerlich genug gewesen, musste Stoppelkamp nach 35 Minuten verletzt vom Platz. Eine genaue Diagnose konnte sein Coach nach dem Spiel noch nicht verkünden. "Er musste wegen muskulärer Probleme ausgewechselt werden. Klar, er ist ein wichtiger Spieler für die Mannschaft. Wenn er raus muss, dann fehlt immer ein Moment nach vorn. Aber wir haben das gut kompensiert", sagte Schmidt. Immerhin sind nun zwei Wochen Pause, in denen sich der Kapitän erholen kann. Am 2. April geht es für den MSV, der sieben Punkte vor dem ersten Abstiegsplatz steht, zum 1. FC Kaiserslautern.

   
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