Umkämpftes Relegationsspiel endet mit Nullnummer

In einer kampfbetonten und nicht immer schön anzusehenden Begegnung trennten sich der Karlsruher SC und Erzgebirge Aue im Hinspiel der Relegation mit einem 0:0-Unentschieden. Die Torhüter beider Teams verbrachten dabei einen über weite Strecken ruhigen Abend.

Halbzeit eins ohne echte Chancen

Gänsehautstimmung herrschte in Karlsruhe bereits weit vor dem Anpfiff des Relegations-Hinspiels, als die Mannschaftsbusse beider Vereine von den Fans vor dem Wildparkstadion lautstark in Empfang genommen wurden. Und auch nach Beginn der Partie sollten die Anhänger ihre Teams mit ihren Gesängen immer wieder nach vorne peitschen, auch wenn sowohl die Spieler von Erzgebirge Aue, als auch die Jungs vom KSC zunächst auf die Defensive konzentriert waren. Ein Fallrückzieher von Aues Dennis Kempe im Anschluss an einen Freistoß nach rund 20 Minuten war noch die beste Gelegenheit der ersten halben Stunde, die geprägt war von viel Kampf und einigen rassigen Zweikämpfen im Mittelfeld. Nicolai Rapp (16.) und Malcolm Cacutalua (40.) holten sich jeweils die gelbe Karte wegen taktischer Fouls ab, eine weitere kleine Schwächung erfuhr Aue zudem kurz vor der Halbzeit. Calogero Rizzuto musste wegen des Verdachts auf einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel vom Platz, für ihn kam Fabian Kalig in die Begegnung (42.). Die letzte spielerische Aktion des ersten Durchgangs gehörte dann dem Gastgeber, doch der Kopfball von Marvin Pourie wurde von Aue zur Ecke geklärt, aus der der KSC nichts Gewinnbringendes herausholen konnte.

Ein Foul von Riese sorgt für Aufregung

Auch nach Wiederanpfiff sollten die beiden Strafräume zunächst verwaiste Zonen bleiben, bis sich Sören Bertram auf der rechten Seite mal ein Herz nahm, an zwei Gegenspielern vorbeiging und Benjamin Uphoff im Kasten des KSC zu einer Beinparade zwang (55.). Fünf Minuten später dann eine gefährliche Szene auf der Gegenseite, doch Pourie verzog bei einem Schuss deutlich und setzte den Ball einige Meter neben den rechten Pfosten (60.). Danch verfielen beide Teams wieder in ihren bisherigen Trott, für Aufregung sorgte erst wieder ein Zweikampf im Mittelfeld nach 75 Minuten. Bei einem Zusammenstoß mit seinem Gegenspieler nahm Philipp Riese seinen Ellbogen leicht zur Hilfe, nach Rücksprache mit dem Video-Schiedsrichter entschied sich Referee Sascha Stegemann aber dafür, dass die gelbe Karte Strafe genug sei. Aue hatte in den letzten Minuten schließlich etwas mehr vom Spiel, ohne aber wirklich gefährlich zu werden und so blieb es letztlich bei der Nullnummer, die fürs Rückspiel am kommenden Dienstag (18.15 Uhr) alle Möglichkeiten offen lässt.

 

   
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