"Um jeden Zentimeter kämpfen": SVM will die Wende im Derby

Seit über fünf Monaten wartet der SV Meppen einen Sieg, zum Jahresauftakt musste sich die Krämer-Elf mit einem Punkt aus zwei Duellen zufrieden geben. Nun folgt das Nordderby mit dem VfB Oldenburg (Samstag, 14 Uhr). Es wäre ein wichtiger Zeitpunkt für ein Erfolgserlebnis. Marcos Alvarez kann bei dem Unterfangen noch nicht mitwirken.

"Um jeden Zentimeter kämpfen"

An den Saisonstart werden sich SVM-Coach Stefan Krämer und seine Mannschaft gerne zurückerinnern. Zum Auftakt gab es ein 1:1-Remis gegen Oldenburg, danach folgten zwei Siege aus drei Spielen. Nach dem fulminanten 6:2-Erfolg im eigenen Stadion gegen Waldhof Mannheim grüßten die Emsländer mit sieben Zählern vom siebten Platz – nach dem 4. Spieltag. Seitdem hat der SVM seine Punktzahl gerade einmal verdoppelt und ist nun seit 15 Spielen sieglos. Bei der 1:2-Niederlage am vergangenen Wochenende gegen Freiburg II sah Krämer einmal mehr denselben Haken. "Es wiederholt sich. Wir haben eine Chance auf den Ausgleich und schenken kurz danach dem Gegner das 2:0, indem wir relativ unbedrängt den Fehler machen", so der Fußballlehrer.

So reiht sich ein Negativerlebnis an das nächste, die Wende muss nun gegen Oldenburg folgen. "Wir müssen uns steigern, natürlich. Bei dem Aufwand, den wir betreiben, müssen wir jetzt aber endlich dreifach punkten", legte sich Krämer im Vergleich zum vorherigen Spiel fest. Die Zuversicht bleibt: "Uns ist völlig klar, dass wir mit Beginn der Rückrunde deutlich besser spielen müssen als in der Hinrunde. Wir haben aber alle zusammen den Eindruck, dass jeder Einzelne bereit ist, um jeden Zentimeter 3. Liga zu kämpfen."

Rückrundenstart ohne Alvarez

Das Nordduell mit dem VfB könnte der richtige Ansporn für seine Mannschaft sein, fand Krämer. "Wir haben zwei Derbys verloren. Umso wichtiger ist es, dieses jetzt zu gewinnen!", motivierte er sein Team. Zurückgreifen kann er wieder auf Morgan Faßbender und Tobias Kraulich, doch mit Luka Tankulic (Aufbau nach Knie-OP), Willi Evseev (Reha nach Achillessehnenriss), Samuel Abifade (Knochenmarködem), Jonas Fedl (muskuläre Probleme), Keeper Jonas Kersken (Schulterprobleme) und Mirnes Pepic (Kniebeschwerden) fehlen weiterhin etliche Spieler mit Stammplatz-Ansprüchen. Auch Marcos Alvarez gehört zu den Akteuren, die noch nicht dabei sein werden.

Der Mittelstürmer trainiert zwar seit Dienstag bei den Emsländern mit, doch eine offizielle Rückennummer hat er beispielsweise noch nicht. Das liegt daran, weil der Transfer schlichtweg noch nicht dingfest ist. "Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht", verwies Krämer in der "NOZ" darauf, dass der Wechsel zurzeit an bürokratischen Angelegenheiten hängt. Papiere für den internationalen Transfer vom polnischen Erstligisten KS Cracovia fehlen noch. "Es kann jede Stunde kommen oder sich bis zur nächsten Woche hinziehen", erklärte Alvarez noch am Donnerstag. Bis zum Nordderby wird sich daran wohl nichts mehr ändern.

   

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