"Überragendes Auswärtsspiel": SG gewinnt dank starker erster Halbzeit

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Im Duell der punktgleichen Tabellennachbarn zwischen den Sportfreunden aus Lotte und der SG Sonnenhof Großaspach setzte sich der Dorfklub am Mittwochabend auswärts mit 2:0 durch. Dabei reichte den Württembergern eine starke erste Halbzeit zum ersten Saisonsieg.

Hercher: "Haben überragendes Auswärtsspiel gemacht"

Ein Augenschmaus war die Partie sicherlich nicht, fand am Ende in der SG Sonnenhof Großaspach aber ihren verdienten Sieger. "In der ersten Halbzeit haben wir ein überragendes Auswärtsspiel gemacht", geriet Doppeltorschütze Philipp Hercher im Anschluss an die Partie gegenüber "Telekom Sport" ins Schwärmen, "wir hatten viel Ballbesitz und haben uns viele gute Torchancen erarbeitet." Während seine Teamkollegen Joel Gerezgiher (6.) und Timo Röttger (16.) noch mit ihren Möglichkeiten scheiterten, machte es der Neuzugang des 1. FC Nürnberg II in der 26. Spielminute besser. Mit einem schönen Schlenzer, der sich vom rechten über den linken Pfosten wandernd zu einem echten Billiardtor entwickelte, brachte er seine SG in Front, rund zehn Minuten später sorgte mit einem überlegten Abschluss vom Sechzehner schon für die frühe Entscheidung. "Ich bin sehr zufrieden mit dem Spiel heute und dass meine zwei Tore dabei heute helfen konnten", strahlte der 22-Jährige am Mikrofon.

Hildmann nicht auf ganzer Linie zufrieden

Durchaus glücklich, aber nicht in allen Belangen zufrieden zeigte sich hingegen Herchers Fußballlehrer Sascha Hildmann im anschließenden Interview mit der "Telekom". Zwar sei seine Truppe "gerade in der ersten Halbzeit sehr dominant" gewesen, habe sich "sehr aggressiv in den Zweikämpfen" präsentiert und "sehr gute Ballbesitzphasen" gehabt. In den zweiten 45 Minuten aber "waren wir einfach zu früh im Verwaltungsmodus. Wir hatten nicht mehr so richtig den Zugriff auf die Ballführenden, waren etwas zu passiv und haben zu sehr auf Konter gespielt. Das war mir dann doch etwas zu wenig", kritisiert der Übungsleiter. Man habe die frühe Vorentscheidung durch Makana Baku (67.) verpasst und dadurch die Sportfreunde vor heimischer Kulisse noch einmal aufgebaut.

"Das ist nie im Leben Elfmeter"

"Ich bin daher auch heilfroh, dass der Elfmeter kurz vor Schluss nicht noch reingegangen ist", befürchtete der 46-Jährige noch einen heißen Tanz in der Schlussphase, nachdem Schiedsrichter Justus Zorn nach vermeintlichem Foulspiel von SG-Sechser Marco Hingerl an Lotte-Verteidiger Nico Neidhart in der 83. Spielminute auf Strafstoß für den Gastgeber entschied. "Das ist nie im Leben ein Elfmeter", redete sich Hildmann auch Minuten nach Abpfiff noch in Rage und begründet: "Hingerl grätscht in den Ball rein und will ihn blocken und der Gegenspieler fällt in ihn rein." Schlussendlich konnte es dem Aspacher Chefcoach aber egal sein, Torhüter Kevin Broll parierte stark und erstickte so auch die letzten Widerstandsversuche der Westfalen. Am kommenden Samstag will der Dorfklub direkt den nächsten Dreier einfahren. Dann geht es in der heimischen Mechatronik-Arena gegen den aktuell Zweitplatzierten vom VfL Osnabrück.

   

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