1860-Investor Ismaik gegen Zukunft im Grünwalder Stadion

Für 77 Millionen Euro soll das Grünwalder Stadion ab 2027 modernisiert werden. 1860-Investor Hasan Ismaik hält allerdings wenig davon, dauerhaft im Grünwalder Stadion zu spielen. Der Jordanier plädiert für einen "anderen Stadionweg". 

"Stadionzukunft selbst in die Hand nehmen"

In einem Post auf Social-Media schreibt der 44-Jährige: "Es ist unsere Verpflichtung, dass wir unsere Stadionzukunft selbst in die Hand nehmen und nicht darauf warten, was Dritte mit uns planen. Wir müssen unseren Verein so aufstellen, dass er zukunftsfähig wird. Deswegen halte ich wenig davon, dass sich 1860 auf Jahrzehnte für ein umgebautes Grünwalder Stadion verpflichtet, in dem unser Verein nicht wachsen kann – weder finanziell noch sportlich." Worauf Ismaik anspielt: Mehr als 18.105 Plätze (derzeit 15.000) sind auf Giesings Höhen nicht machbar.

Daher fordert Ismaik: "Ich wünsche mir, dass die Vereinsseite nach fünf Jahren endlich erkennt, dass wir für unsere gemeinsamen Ziele einen anderen Stadionweg wählen müssen." Er könne zwar die Fans verstehen, die auf Tradition und Heimatgefühle pochen, "doch unser Klub muss konkurrenzfähig sein, und das schaffen wir nur, wenn wir uns gemeinsam nach vorne entwickeln. Dazu gehört auch Offenheit und Flexibilität in der Stadionfrage".

Alternativen nennt Ismaik nicht

Wie genau der "andere Stadionweg" aussehen soll, dazu macht der Jordanier keine Angaben. Eine Rückkehr in die Allianz-Arena dürfte keine Option sein, noch utopischer erscheint der Neubau eines Stadions. Höchstens ein Umzug in das Olympiastadion, das in den nächsten Jahren ebenfalls modernisiert wird und knapp 70.000 Fans fasst, käme wohl in Frage, sollten die Löwen eines Tages in die Bundesliga zurückkehren.

   
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