So soll das Grünwalder Stadion nach dem Umbau aussehen

Der geplante Umbau des Grünwalder Stadions hat eine weitere Hürde genommen: Am Mittwoch hat der Sportausschuss des Stadtrats beschlossen, die Planungen zum Ausbau weiter voranzutreiben. Wie das Stadion nach dem Umbau aussehen soll.

Überdachung und geschlossene Ecken

Auch wenn der Sportausschuss nun grünes Licht gegeben hat: Der endgültige Stadtratsbeschluss, bei dem dann die detaillierten Planungen freigegeben werden, fällt wohl erst 2023. Und bis die Bagger anrollen, dauert es ohnehin noch bis mindestens Mitte 2026, weil zunächst das Olympiastadion modernisiert was, das den Löwen während des Umbaus des Grünwalder Stadions als Spielstätte dienen wird. Dennoch sind die Eckedaten zum geplanten Umbau bekannt: Erweiterung der Kapazität von 15.000 auf 18.105 Plätze, Überdachung aller Tribünen und geschlossene Ecken.

Die Planungen beinhalten nach Angaben der Stadt zudem den Neubau einer erweiterten Haupttribüne auf der südlichen Stadionseite, der sich bis in den Bereich der Westkurve erstreckt – diese wird anteilig zurückgebaut. Während die Nordtribüne um zwei Hospitality-Ebenen erweitert wird, erhält die Osttribüne einen Oberrang. Im Bereich Block Q erfolgt ein Teilrückbau, der durch einen tieferen Tribünenneubau unter Einbindung des bestehenden VIP-Raumes kompensiert wird. Außerdem wird das Spielfeld Richtung Norden verschoben. Um den Anforderungen zur Verbesserung der Fanströme außerhalb des Stadions zu entsprechen, werden die Eingänge im Süden und Osten neu organisiert und in der Folge auch der Behördenhof mit Erweiterung der Polizeiwache und neuer Anbindung der Leitstelle.

Auch die Flutlichtanlage, die 2021 auf LED-Technik umgestellt wurde, wird umgestaltet. Um eine gleichmäßige Ausleuchtung zu erhalten und die Lichtimmissionen für die Anwohner zu reduzieren, wird entweder eine Reduzierung der Masthöhen oder eine vollständige Neukonzeption mit einer integrierten Lösung an den Dachrändern erforderlich werden, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Dazu soll die Lichtenergie verringert, die Blendung durch optimierte Einstrahlwinkel reduziert und die Beleuchtungsqualität im Gesamten verbessert werden. Ein Foto des Architekturbüros "Büro Albert Speer + Partner" zeigt, wie das Stadion nach dem Umbau aussehen soll:

Kostenrahmen: 77 Millionen Euro

Die Kosten für den Umbau belaufen sich auf rund 77 Millionen Euro. Das entspricht umgerechnet circa 5.720 Euro je Sitzplatz. Viel Geld, doch die Stadt verweist auf den Neu- und Umbau anderer Stadien in Deutschland, bei denen sich die Kosten pro Sitzplatz zwischen 3.360 und 6.490 Euro bewegt haben sollen. Damit liege die Ertüchtigung im vergleichbaren Rahmen dieser Projekte.

"Es freut mich, dass der Stadtrat die weiteren Planungen zur Ertüchtigung befürwortet und wir somit einen großen Schritt vorankommen", sagt Bürgermeisterin Verena Dietl. "Unser Ziel ist es, das ehrwürdige Stadion in Giesing zu einem modernen und zeitgemäßen Spielort zu ertüchtigen, der für unsere Vereine nicht nur Basis für fußballerischen Erfolg, sondern auch sportliche Heimat ist." Klar ist allerdings: Bundesliga-Ansprüchen würde das Grünwalder Stadion nach dem aktuell geplanten Umbau nicht genügen. Sollten die Löwen eines Tages also wieder in das Oberhaus aufsteigen, droht ein erneuter Umzug in die Allianz-Arena.

   
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