Trotz spätem Jubel: Beim BTSV überwiegt die Enttäuschung

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In der dritten Minute der Nachspielzeit sicherte Julius Düker der Braunschweiger Eintracht einen Punkt im Abstiegsduell, der noch von Bedeutung sein kann: Beim 1:1-Unentschieden gegen die SG Sonnenhof Großaspach sahen die Löwen aus Niedersachsen bis kurz vor Schluss wie der bittere Verlierer aus. Nun bleibt alles offen.

Eintracht bekommt den Ball nicht rein

Der weite Einwurf von Benjamin Kessel segelte in den Strafraum, über Umwege gelangte der Ball zu Julius Düker und der zimmerte die Kugel artistisch in die Maschen – 1:1-Ausgleich! Mit diesem Punktgewinn schob sich Eintracht Braunschweig hauchdünn an Fortuna Köln vorbei über den Strich, gleichzeitig ließen sie den Gegner aus Großaspach nicht mit einem Sieg enteilen. "Julius hat ja schon einmal seine Lastminute-Qualitäten gezeigt. Das ist natürlich gut für unsere Mentalität", erinnerte sich Abwehrspieler Steffen Nkansah an Dükers Last-Minute-Tor beim Spiel gegen 1860 München vor zwei Wochen.

Der geglückte Lucky-Punsch könnte in den finalen Wochen des Abstiegskampfs nicht unerheblich sein, denn das ohnehin schon enge Tabellenfeld bleibt nach dem Remis im Kellerduell weiterhin dicht beisammen. "Wir müssen für jeden Punkt hart arbeiten. Dennoch haben wir uns heute für unsere Leistung nicht mit drei Punkten belohnt", sprach Mittelfeld-Akteur Marc Pfitzner aber auch an, dass für die Braunschweiger auch ein Sieg nicht unverdient gewesen wäre. Dem stimmte auch der spätere Ausgleichsschütze zu: "Die Chancenverwertung war unser größtes Manko heute und daher müssen wir am Ende mit dem einen Punkt sogar zufrieden sein."

"Er hat halt auch einen Fehler gemacht"

Dabei war Braunschweig gut in die Partie gekommen, wie Düker später bestätigte: "In den ersten 25 Minuten haben wir fast alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Nur eben nicht das Tor erzielt und das ist im Fußball das Entscheidende." Das gelang dem gebürtigen Braunschweiger erst in der dritten Minute der Nachspielzeit, den wohl schwierigsten Ball verwandelte der 23-Jährige: "Den treffe ich schon nicht so schlecht, sieht schon geil aus. Ich wollte den Ball nur irgendwie auf das Tor bringen, dass er oben rechts reingeht ist natürlich umso schöner."

Weniger schön war die Entscheidung von Schiedsrichter Manuel Gräfe, der den Niedersachsen in der 61. Minute nach einem Foul von Röttger an Kijewski einen Elfmeter verwehrte. "Wir haben eine Reihe von Fehlern gemacht, er hat auch einen Fehler gemacht", schob Trainer André Schubert dem Unparteiischen keine Absicht zu. Dennoch merkt der Coach an, dass in jüngster Vergangenheit oftmals das Pech in den Bewertungen der Spielleiter mitschwang, insbesondere bei der Verteilung von gelben oder roten Karten. "Wir waren über weite Strecken die bessere Mannschaft, klar dominant und haben gut Fußball gespielt", streicht Schubert das positive heraus, wenngleich er trotz des Ausgleichs eine gewisse Enttäuschung verspürte. Erst am Montag des nächsten Spieltags kann der BTSV gegen den KFC Uerdingen wieder nachlegen.

   

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