Trotz goldendem Januar: Waldhof schaut nicht nach oben

Bei Waldhof Mannheim bleibt nach dem goldenen Januar das A-Wort tabu. Trotz des anhaltenden Vormarsches seiner Mannschaft in der Tabelle und ließ sich Trainer Patrick Glöckner nach dem 2:0 bei Türkgücü München nicht aus der Reserve locken und vermied jegliche Kommentare zu Aufstiegsambitionen der Buwe.

"Wahnsinn, wie der Januar gelaufen ist“

"Wichtig bleibt, dass wir weiter in jedem Spiel versuchen, unsere beste Leistung zu bringen“, erläuterte Glöckner nach dem dritten Sieg des Vorjahresaufsteigers nacheinander auf der Pressekonferenz seine zumindest offiziell zurückhaltende Herangehensweise an die kommenden Aufgaben: "Die Tabelle zeigt am Ende, was wir verdient haben." Würde der Coach allerdings den Januar als Maßstab anlegen lassen, müsste auch Glöckner die wieder zunehmend blühende Träume des Waldhof-Anhangs von der Rückkehr in die zweite Liga teilen können. In allen sieben Spielen seit Jahresbeginn blieb Mannheim ungeschlagen, holte dabei durch vier Siege insgesamt 15 Punkte und sprang in der Tabelle aus der Abstiegszone in die erweiterte Spitzengruppe – Sichtkontakt zur Aufstiegszone inklusive. Ging Waldhof auf Rang 14 noch mit neun Punkten Rückstand auf Platz drei in die kurze Winterpause, liegt Glöckners Mannschaft inzwischen aussichtsreich in Lauerstellung – der Rückstand auf Platz 3 beträgt nur vier Zähler.

Wenigstens Mannheims nahezu perfekten Start ins neue Jahr mochte Glöckner denn auch gar nicht kleinreden. "Es ist Wahnsinn, wie der Januar für uns gelaufen ist, aber nicht nur nach Punkten, sondern vor allem von der Einstellung. Die Jungs haben die ganze Belastung sehr professionell bewältigt", lobte der frühere Profi sein Team für die fokussierten Auftritte der vergangenen Wochen. Glöckner bescheinigte seinem Team darüber hinaus nach dem vierten Auswärtserfolg der Saison durch Treffer von Marcel Costly (20.) und Dominik Martinovic (75.) auch die angestrebte Entwicklung: "Wir haben diszipliniert die Zweikämpfe bestritten, kaum Chancen zugelassen und den Gegner insgesamt gut von unserem Tor weggehalten. Man hat gesehen, dass die Abläufe eingespielt sind.“

Costly: "Ziehe den Hut vor der Mannschaft“

Costly bewertete die Fortsetzung der Mannheimer Erfolgsserie spürbar euphorischer. "Was wir in den vergangenen Wochen abgeliefert haben“, meinte der 25 Jahre alte Mittelfeldspieler nach seinem vierten Saisontreffer am "MagentaSport"-Mikrofon, "davor kann ich nur den Hut vor der Mannschaft ziehen. Wir haben Woche für Woche hat gearbeitet und jedes Spiel so abgeliefert, als wäre es das letzte.“ Weil aber schon am Samstag das brisante Derby gegen den abstiegsgefährdeten Südwest-Rivalen 1. FC Kaiserslautern auf dem Programm steht, schickte Glöckner seine Spielern mit dem Wunsch nach einer intensiven Regeneration in die zwei freien Tage: "Auch psychisch ist unsere Belastung sehr hoch gewesen. Da tut solch eine Pause gut.“

 
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