Trotz fünffacher Torflaute: Wollitz will hinten die Null sehen

Baustellen gibt es bei Energie Cottbus mitten im Existenzkampf der 3. Liga wahrlich genug: Bei einem Torverhältnis von satten 0:14 Toren aus den letzten fünf Begegnungen hat sich sowohl die Offensive als auch die Hintermannschaft der Lausitzer als nicht drittligatauglich erwiesen. Für Trainer Pele Wollitz geht es nun aber auswärts beim VfB Stuttgart II primär darum, die Null zu halten.

Letzter gegen Vorletzter

Die alles entscheidende Frage ist in diesen Tagen: Wie sehr steckt die bittere, deutliche und blamable 0:5-Heimniederlage gegen die SG Sonnenhof Großaspach noch in den Köpfen der Akteure? Nur sechs Tage später geht es zum Kellerduell schlechthin Richtung Baden-Württemberg, wo die von Walter Thomae trainierte Reserve des VfB Stuttgart wartet. Und wenn nach 34 Spieltagen der Letzte den Vorletzten empfängt, dann sind die Vorzeichen quasi klar: Beide Teams kämpfen um den letzten Strohhalm – die Gastgeber dabei noch eher als Energie Cottbus. Während Stuttgart unbedingt auf einen dreifachen Punkterfolg angewiesen ist und ein derartiges Auftreten erwartet werden kann, darf Cottbus auch bei einer neuerlichen Niederlage weiter hoffen. Verboten ist diese jedoch aus Sicht der Brandenburger trotzdem, leichter werden die Aufgaben zum Saisonende ohnehin nicht und zur erfolgreichen Mission Klassenerhalt gehen allmählich die Spiele aus.

"So eine Niederlage darf nicht passieren!"

Personell geht Energie Cottbus dabei absolut auf dem Zahnfleisch. Aber ist das nach der Pleite gegen Großaspach eine wirkliche Schwächung? Sven Michel, Patrick Breitkreuz, Christopher Schorch und Valentin Cretu fehlen, dazu muss Uwe Möhrle nach der zehnten Gelben Karte passen. Bedeutet: Fünf Stammspieler fehlen, die Akteure aus der Reserve sind gefragt. Auch an Wollitz ging der herbe Rückschlag am vergangenen Wochenende im Übrigen nicht spurlos vorbei. "Es kommt ein neuer Trainer und man verliert 0:5 – das darf nicht passieren, egal wie der Coach heißt, was er kann und ob er überhaupt schon einmal seinen Job ausgeübt hat“, spricht der gebürtige Ostwestfale klare Worte. Gleichzeitig stellte er sich aber klar vor sein Team. "Ich habe keine Zeit mehr dafür, hier jetzt noch auf irgendjemanden einzuhauen. Enttäuschung über das Ergebnis ist klar, den Willen spreche ich aber niemandem ab.“ Nun gelte es, bis zum Freitag eine Mannschaft flottzukriegen, die in der Lage sei, ein Spiel zu gewinnen.

Wollitz: "Haben noch immer eine große Möglichkeit"

"Wir müssen ehrlich sagen: Besonders durch die Ergebnisse der Konkurrenz haben wir weiterhin eine große Möglichkeit, in Stuttgart einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt zu gehen“, gibt Wollitz die Marschrichtung ganz deutlich vor. Gegen den VfB Stuttgart II erwartet der Übungsleiter dabei aber keine völlig neue Spielidee: "Kompakt stehen, aggressiv spielen und die weiteren Grundtugenden erwarte ich gegen jeden Gegner. Wir müssen für die Null hinten kämpfen, weitere Nackenschläge vermeiden und eine Einheit auf dem Platz sein – dann werden wir auch Torchancen bekommen.“ Genau dies sei der Faktor, der erfolgreiche Teams in dieser Spielklasse ausmache, erklärte Wollitz. Erfolgreich wird Energie Cottbus in dieser Saison nicht mehr, es geht einzig um den Klassenerhalt. Und klar ist: Allen motivierenden Worten zum Trotz muss Freitagabend ein Sieg folgen. Selbst ein Remis wäre für die Lausitzer aktuell zu wenig.

 

 

   
Back to top button