Trotz Führung: Pokal-Aus für Münster gegen Karlsruhe

Rund 45 Minuten lang war Preußen Münster gegen den Karlsruher SC einer Überraschung im DFB-Pokal nahe, gingen die Adlerträger doch nach etwas mehr als einer halben Stunde in Führung. Doch der Zweitligist steigerte sich in der zweiten Halbzeit enorm und drehte die Partie.

Ndikom ansatzlos zum 1:0

Vergangenes Jahr trafen beide Teams noch in der 2. Bundesliga aufeinander, nun empfing Münster als Drittligist den Karlsruher SC. Preußen-Trainer Thomas Wörle nahm ebenso wie KSC-Coach Maximilian Senft eine Veränderung vor. Tikvic begann für Dietrich, bei den Gästen startete Wiethaup für Egloff, der wegen muskulärer Probleme fehlte. In der Anfangsphase versuchte der KSC, das Spiel zu machen, während Münster mit Nadelstichen für Gefahr sorgen wollte.

Gefährlich wurde es erstmals nach rund einer Viertelstunde – dann aber direkt auf beiden Seiten. Zunächst köpfte Franke einen langen Eichinger-Einwurf aufs Tor, Behrens lenkte den Ball jedoch über die Latte (14.). Kurz darauf zog Johansson von der linken Seite nach innen und legte quer zu Kolbe. Der zog direkt ab, die Kugel zischte jedoch knapp über die Latte (16.). Nach etwa einer halben Stunde übernahm Münster zunehmend die Kontrolle und hatte zunächst die beste Chance der Partie. Makridis setzte sich mit einem Haken gegen Jung durch und schloss aus spitzem Winkel ab. Bernat verhinderte das 0:1 gerade noch mit dem Fuß.

Fünf Minuten später war der KSC-Keeper allerdings geschlagen: Kobald spielte einen unsauberen Querpass in die Mitte. Johansson war vor Zor am Ball und lief sich zunächst gegen die Karlsruher Restverteidigung fest, doch irgendwie schaffte er es noch, den Ball zu Ndikom zu spitzeln. Der Stürmer traf aus 17 Metern ansatzlos ins kurze Eck zum 1:0. Der KSC wollte sofort antworten: Wanitzek schickte nach einem Doppelpass mit Eichinger Broschinski in die Spitze. Der Stürmer zog aus 14 Metern halblinker Position ab, Behrens parierte jedoch sicher (40.).

Karlsruhe dreht die Partie

Senft reagierte auf den schwachen Auftritt seiner Mannschaft und brachte zu Beginn der 2. Halbzeit Ben Farhat für Eichinger. Das Stürmertalent hatte acht Minuten später auch schon seine erste Chance: Wanitzek führte einen Freistoß schnell auf den Deutsch-Tunesier aus, der den Ball aber am langen Pfosten aber vorbeisetzte (53.). Der KSC blieb dran und wollte schnell den Ausgleich. Pinto Pedrosa flankte flach vor das Tor, wo dem einlaufenden Broschinski nur wenige Zentimeter fehlten. Das Tor war leer, da Behrens am ersten Pfosten bereits geschlagen war (57.).

Nur vier Minuten später war es erneut Ben Farhat, der wuchtig aus der Distanz abzog. Behrens tauchte gerade noch rechtzeitig nach unten und wehrte die Kugel zur Seite ab (61.). Rund 20 Minuten vor Schluss fiel der verdiente Ausgleich für den KSC: Aus gut 25 Metern brachte Wanitzek den Ball im rechten unteren Eck unter (69.). Die Preußen kamen nach 77 Minuten wieder gefährlich vor das KSC-Tor. Ndikoms Schlenzer aus 23 Metern flog jedoch knapp am Tor vorbei.

Wenige Augenblicke später drehte der Zweitligist die Begegnung. Im Anschluss an eine Ecke schlug Zor den Ball auf die linke Seite des Strafraums zu Broschinski. Der Stürmer köpfte in den Fünfmeterraum, wo Jung frei vor Keeper Behrens den Ball aus kurzer Distanz in die Maschen drosch (81.). Die Badener verwalteten die Führung und waren in den letzten Zügen der Partie sogar in Überzahl, nachdem Althaus für ein grobes Foulspiel an Väänänen die rote Karte sah. Im DFB-Pokal ist für die Preußen durch die Niederlage bereits früh Schluss, am Mittwoch steht aber direkt das nächste Pokalspiel an. Im Landespokal wartet Sechstligist SSV Buer 07/28.

   

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