Trotz Fehlentscheidung: Zwickau schiebt keinen Schiri-Frust

Nach einer klaren Fehlentscheidung des Schiedsrichters musste der FSV Zwickau das Spiel gegen den SV Waldhof Mannheim in Unterzahl beenden, holte aber trotzdem einen Punkt. FSV-Coach Joe Enochs und "Rotsünder" Steffen Nkansah nahmen den Unparteiischen hinterher dennoch in Schutz und hoffen nun auf eine möglichst kurze Sperre. 

"Jeder macht Fehler"

Der Aufreger der Partie ereignete sich nach 70 Minuten. Mannheims Kapitän Marcel Seegert hatte FSV-Keeper Johannes Brinkies bereits umkurvt, scheiterte mit seinem Abschluss aber an einer bärenstarken Rettungsaktion von Steffen Nkansah auf der Torlinie. Weil Schiedsrichter Robin Braun dabei aber ein Handspiel des Innenverteidigers gesehen haben wollte, flog Nkansah mit Rot vom Platz und verursachte zudem einen Elfmeter für die Mannheimer. Mit Blick auf die TV-Bilder eine klare Fehlentscheidung, wehrte Nkansah den Ball doch nicht mit der Hand ab, sondern bekam ihn dahin, wo es besonders wehtut.

"Klar ist, dass wir so eine Mannschaft wie Mannheim nicht komplett ausschalten können, aber ich glaube, mit elf Mann hätten wir eine gute Chance gehabt, das Spiel zu gewinnen", monierte Enochs nach der Partie gegenüber "MagentaSport", nahm den Schiedsrichter auf der anschließenden Pressekonferenz aber auch in Schutz: "Jeder macht Fehler. Und er hat einen Fehler gemacht heute, und wir müssen das so hinnehmen." In die gleiche Kerbe schlug auch der "Rotsünder" selbst, der direkt nach seinem Platzverweis noch mit dem Referee gesprochen hatte. "Er sagt zu mir, dass er ganz sicher ist, dass das ein Handelfmeter ist. Der Linienrichter sagt das auch. Da kann man nichts dagegen machen. Das ist auch schwer für ihn zusehen, vielleicht weil es verdeckt war oder so. Dennoch wäre es natürlich schön, wenn er sich entschuldigen könnte und das bei der Urteilsfindung des DFB berücksichtigt werden könnte."

Enochs rechnet mit Sperre für Nkansah

Immerhin scheiterte Joseph Boyamba mit dem Strafstoß an einer Parade von Brinkies, so dass es nach Toren von Adrien Lebeau (5.) und Jesper Verlaat (67./Eigentor) letztlich beim 1:1-Remis blieb. Zudem war den Gästen im ersten Durchgang auch ein Elfmeter verwehrt worden, nachdem Marcel Costly im Strafraum von Davy Frick von den Beinen geholt worden war (27.). Letztlich vielleicht so etwas wie ausgleichende Gerechtigkeit. Die Schwäne können mit dem Punkt aber den Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz weiter ausbauen und liegen nun neun Zähler vor der Viktoria aus Berlin, die in der Montagspartie gegen den 1. FC Magdeburg jedoch noch punkten könnte.

Für den FSV geht es nun am kommenden Sonntag beim Vorletzten aus Havelse weiter, dort dürfte ein Einsatz von Nkansah nach dessen Platzverweis trotz der Fehlentscheidung allerdings fraglich sein. Zumindest Enochs macht sich da wenig Hoffnung: "Das entscheiden andere Leute, und die sehen auch dass das keine Hand und kein Elfmeter und keine rote Karte war. Aber ich gehe davon aus, dass er trotzdem für ein Spiel gesperrt wird", so der 50-Jährige abschließend.

   

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