Trainer, Spieler, Etat und Co: So plant Aue für die 3. Liga

Zum dritten Mal nach 2008 und 2015 ist Erzgebirge Aue in die 3. Liga abgestiegen. Wie geht es nun weiter? liga3-online.de zeigt, wie die Veilchen für die 3. Liga planen.

Elf Spieler weiterhin unter Vertrag

Trainer: Mit 294 Spielen ist Pavel Dotchev, der seit Mitte Februar beim FCE an der Seitenlinie steht, der Rekordtrainer in der 3. Liga. Doch eine Rückkehr des 56-Jährigen als Trainer in "seine" Spielklasse wird es nicht geben. Stattdessen sucht der Bulgare, der ab Sommer nur noch als Sportdirektor fungieren wird, seinen Nachfolger – und hat diesen dem Vernehmen nach auch bereits gefunden. Bereits vor drei Wochen war durchgesickert, dass Timo Rost, der derzeit mit der SpVgg Bayreuth um den Aufstieg in die 3. Liga kämpft, neuer Trainer werden soll.

Eine offizielle Bestätigung liegt aber noch nicht vor, vielmehr dementierte der 43-Jährige einen bereits feststehenden Wechsel sogar: "Das sowas jetzt lanciert wird, ist schon ein wenig verwunderlich." Sollte Rost mit Bayreuth den Aufstieg schaffen, würde sich sein Vertrag automatisch verlängern. Dann müsste Aue eine Ablöse zahlen.

Mannschaft: Trotz des Abstiegs stehen elf Spieler weiterhin unter Vertrag. Das sind Anthony Barylla, Tom Baumgart, Jann George, Omar Sijaric, Antonio Jonjic, Sascha Härtel, Jannis Lang, Ramzi Ferjani, Soufian Messeguem, Tim Kips und Philipp Riese. Zudem hat Torhüter und Kapitän Martin Männel bis 2023 verlängert, auch Erik Majetschak soll bleiben. Ob auch Spieler wie Clemens Fandrich, Sören Gonther, Jan Hochscheidt und Dimitrij Nazarov gehalten werden können, ist noch offen.

Elf Verträge laufen aus, darunter die Arbeitspapiere von Ben Zolinski, Malcolm Cacutalua und John-Patrick Strauß. Außerdem enden die Leihgeschäfte von Sam Schreck (FC Groningen) und Nicolas Kühn (Bayern München). Beide werden Aue wohl verlassen. Auf der anderen Seite steht mit Felix Göttlicher (SpVgg Unterhaching) bereits der erste Neuzugang fest.

Wiederaufstieg ist das Ziel

Ziel: Genau wie nach dem letzten Abstieg 2015 soll es auf direktem Wege zurück in die 2. Liga gehen. "Man hat als Absteiger im ersten Jahr noch einen kleinen Vorteil, geht mit einem siebenstelligen Sockelbetrag ins Rennen, ist noch automatisch in der ersten Runde des DFB-Pokals dabei", sagte Geschäftsführer Michael Voigt der "dpa".

Etat: Für die kommende Saison plant der FCE mit insgesamt elf Millionen Euro, wovon etwa 6,5 Millionen in den Profietat fließen. "Der Abstieg kostet keinen Mitarbeiter den Job", kündigt Voigt an. "Wir haben eh schon die kleinste Geschäftsstelle aller Bundesligisten."

   
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