"Total verdient": Antwerpen spricht über den FCK-Aufstieg

Nach vier Jahren ist der 1. FC Kaiserslautern zurück in der 2. Bundesliga. Einen großen Anteil daran hat auch Marco Antwerpen, der unmittelbar nach dem letzten Saisonspiel überraschend entlassen worden war. Nun spricht der 50-Jährige über den Aufstieg.

"Riesendank" an Antwerpen

Ob sich Antwerpen die Partie seines Ex-Vereins am Dienstagabend im TV angeschaut hat, ist nicht überliefert. Falls es so gewesen sein sollte, wird er sicherlich vernommen haben, dass die Aufstiegshelden nicht nur an Party, sondern auch an ihn gedacht haben. "Marco Antwerpen hat seinen Anteil zum Aufstieg beigetragen. Wir haben das vollendet, was er vorbereitet hat. Jetzt können wir uns alle gemeinsam als Aufsteiger fühlen", sagte etwa Dirk Schuster, der das Amt von Antwerpen vor zwei Wochen übernommen hatte. Auch Mike Wunderlich richtete einen "Riesendank" an den Ex-Coach und Co-Trainer Frank Döpper. "Ohne sie wären wir nicht hier hingekommen. Wir haben ihre Arbeit jetzt vergoldet."

Unter dem 50-Jährigen spielte Lautern die beste Saison seiner Drittliga-Geschichte, nachdem er den FCK in der vergangenen Saison vor dem Abstieg gerettet hatte. Zwar wurde der direkte Aufstieg durch drei Niederlagen im Schlussspurt verpasst, doch dass der FCK am Ende immerhin Dritter wurde, war ohne Frage auch ein großer Erfolg – zumal sich die Teilnahme an den Relegationsspielen nach nur fünf Punkten aus den ersten sieben Spielen wahrlich nicht angedeutet hatte. Doch Antwerpen schaffte die Wende und holte mit dem FCK zwischen dem 8. und 34. Spieltag bärenstarke 58 Punkte aus 26 Partien – kein Team war in diesem Zeitraum erfolgreicher.

"Großartiges geleistet"

Entsprechend sei der Aufstieg "total verdient", wie der 50-Jährige gegenüber "Sport1" sagt. "Die Mannschaft, der ganze Verein, haben Großartiges geleistet. Nach einem schweren Saisonstart hat sich das Team Stück für Stück nach oben gearbeitet." Die Spieler hätten ihr Ego hintenangestellt und seien so dauerhaft in der Spitzengruppe geblieben. "Was bei der Leistungsdichte der 3. Liga eine überragende Leistung ist", lobt Antwerpen. Es sei nicht leicht gewesen, die Relegationsspiele zu verfolgen. "So viel Arbeit von meinem Co Frank Döpper und mir steckt in dieser Mannschaft. So viel Energie. So viel Leidenschaft." Doch am Ende habe er sich "einfach nur riesig gefreut. Für das Team, für die Fans, für den Klub".

Dirk Schuster und seinem Staff wünscht Antwerpen nun "viel Erfolg" in der 2. Liga. "Ich bin überzeugt, dass er die Magie dieses großen Vereins bereits gespürt hat. Ich werde immer an meine Zeit beim FCK zurückdenken. Mit Stolz." Der Klub sei jetzt (fast) da, wo er hingehört. Netter Nebeneffekt: Durch den Aufstieg hat sich der Vertrag des 50-Jährigen automatisch verlängert. Er wird somit weiterhin bezahlt. Und sollte er keinen neuen Verein finden oder sich mit dem FCK auf eine Auflösung des Arbeitspapieres verständigen, wird das bis Ende Juni 2023 auch so bleiben. Eine Tatsche, die ihm das plötzliche Aus beim FCK zumindest versüßen dürfte.

   

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