SVWW: Doppelpacker Wurtz will "nicht tagelang feiern“

Für den SV Wehen Wiesbaden fühlte sich der fulminante 4:0-Erfolg beim KFC Uerdingen wie eine Befreiung an. Nach dem holprigen Saisonstart und auch den ersten aufgekommenen Debatten über taktische und personelle Entscheidungen von Trainer Rüdiger Rehm machte der erste vollauf überzeugende Auftritt des Zweitliga-Absteigers den Hessen Hoffnung, dass der Knoten endlich geplatzt sein könnte.

"Haben enorme Effektivität an den Tag gelegt“

Allen voran wertete der zweifache Torschütze Johannes Wurtz in Düsseldorf das Ende der Durstrecke von drei Spielen ohne Erfolgserlebnis auch als Zeichen an die Kritiker: "Wir haben vorher ja nur nicht die Tore gemacht. Wir haben uns auch selbst geärgert, dass wir gegen Mannheim und Türkgücü nicht so effizient waren. Dieses Mal haben wir eine enorme Effektivität an den Tag gelegt. Das haben wir überragend gemacht“, sagte der Neuzugang von Zweitliga-Nachbar Darmstadt 98 im Vereins-TV nach seinem schon zweiten Doppelpack (13. und 30.) der laufenden Saison.

Für den gebürtigen Saarländer war eine Belohnung wie nun gegen Uerdingen, die weitere Treffer von Maurice Malone (36.) und Gianluca Korte (63.) abrundeten, ohnehin nur eine Frage der Zeit. "Im Training haben wir uns Mut zugesprochen und uns gesagt, dass wir die Tore schon machen, wenn wir so weitermachen“, berichtete Wurtz am "MagentaSport"-Mikrofon von der Verarbeitung des Frusts der vergangenen Wochen. Bei aller neuen Zufriedenheit mahnte der 28-Jährige allerdings zugleich Fokussierung auf das letzte Spiel der Englischen Woche am Samstag beim 1. FC Magdeburg an: "Wir müssen dranbleiben und dürfen uns nicht tagelang feiern. Wir haben viel vor.“

Kommunikation für Rehm der Schlüssel zum Sieg

Bevor Rehm den Blick seiner Spieler ebenfalls auf das Gastspiel an der Elbe lenkte, wollte der Coach aus seiner persönlichen Zufriedenheit auch kein Hehl machen. "Das Ergebnis spiegelt die erste Hälfte nicht ganz korrekt wider, aber wir waren vorne klar und deutlich. Es war solch eine Effizienz, wie ich mir das immer wünsche“, bilanzierte der Coach auf der Pressekonferenz nach dem Abpfiff.

Der Schlüssel zum Sieg war für Rehm die interne Aufarbeitung der Probleme. "Wir haben über Dinge gesprochen, wie wir besser zum Tor kommen, wie wir effektiver und zielstrebiger werden. Das haben die Jungs gut umgesetzt“, meinte der 41-Jährige. Nach Rehms Vorstellungen aber wiederum auch noch nicht gut genug. "Die Mannschaft kann sich sicher noch verbessern“, spornte der SVWW-Trainer seine Spieler schon für die Begegnung am Samstag an: "Wir müssen weiter die Ärmel hochkrempeln und in Magdeburg wieder bereit sein.“ Dann wird auch Tim Walbrecht wieder dabei sein. Nachdem der 19-Jährige kurz vor Spielende mit Kolja Pusch zusammengeprallt war, ist er genäht worden und trägt einen Turban. Da er keine weiteren Schäden davongetragen hat, "kann er morgen wieder ins Mannschaftstraining einsteigen", schrieb der SVWW auf Twitter.

   
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