SVE weist FCS in die Schranken – Dresden demontiert den HFC mit 7:1

Tabellenführer SV Elversberg zieht weiter davon! Am Samstag wies die Elf von Trainer Horst Steffen den 1. FC Saarbrücken deutlich mit 4:0 in die Schranken und liegt nun 14 Zähler vor dem FCS. Auch Dynamo Dresden feierte einen klaren Sieg und demontierte den Halleschen FC gar mit 7:1, während Osnabrück gegen Aue den sechsten Sieg in Folge feierte (3:1) und Ingolstadt zum vierten Mal hintereinander verlor (1:2 gegen Dortmund II). Im Kellerduell trennen sich der FSV Zwickau und der SV Meppen 1:1, auch Wiesbaden gegen Köln endete mit diesem Ergebnis.

Saarbrücken 0:4 Elversberg: FCS geht in Unterzahl unter

Erst um 12:45 Uhr verriet FCS-Cheftrainer Rüdiger Ziehl seiner Mannschaft die Aufstellung für das Saarduell, um die Sinne der Spieler auf den Punkt zu schärfen. Allerdings mussten die Hausherren schon früh wieder reagieren, weil Uaferro verletzungsbedingt durch Krätschmer getauscht werden musste (14.). Bis dato hatte der FCS zwar mehr Spielanteile, doch gefährlicher wirkte die SVE. Spielfluss entstand bei erhitzten Gemütern und vielen Nicklichkeiten nicht. Dann die Flanke von Rochelt in den Strafraum, wo Schnellbacher den FCS-Keeper umkurvte – aber der eingewechselte Krätschmer kam rechtzeitig, um zu klären (21.). Danach wurde es richtig turbulent: Bei einem Eckball stieg Correia am höchsten und köpfte an die Unterkante der Latte, von wo aus die Kugel nicht mit vollem Umfang hinter die Linie sprang – aber Schnellbacher reagierte am schnellsten, hielt aus zwei Metern direkt drauf, und der Ball wurde von Jänicke in Torwart-Manier per Faustparade geblockt. Es gab Elfmeter und Rot für den Saarbrücker. Beim fälligen Strafstoß blieb Batz wie ein Felsen in der Mitte stehen, um den Schuss von Jacobsen erfolgreich zu blocken (28.). Für den FCS war es nur ein kurzes Aufatmen, denn nur wenig später erhielt Schnellbacher im Strafraum die Kugel und tänzelte noch Kerber und Batz aus, sodass das Spielgerät letztendlich über die Linie kullerte (32.). Es sollte knüppeldick für die Hausherren kommen: Flanke Rochelt, Kopfball Schnellbacher, 2:0 für die SVE (39.). Als wäre das noch nicht genug, entschied Schiedsrichter Stegemann kurz vor der Pause erneut auf Elfmeter: Rizzuto brachte vorher Fellhauer zu Fall, dieses Mal trat Woltemade an. Batz ahnte die Ecke, war aber geschlagen (45.+3).

Die Partie schien bereits vor dem Seitenwechsel entschieden, doch der FCS war um Schadensbegrenzung bemüht. Es dauerte jedoch, bis Antonitsch im eigenen Strafraum über den Ball trat und Günther-Schmidt das Geschenk annahm – Kristof aber zur Stelle (58.). Die SVE musste nicht mehr viel machen, der FCS konnte nicht mehr viel ausrichten. Sinnbildlich: Günther-Schmidt trat zu einem weiteren Elfmeter an, doch auch Kristof konnte sich auf der Linie auszeichnen (83.). Einen hatte dafür noch die SVE, bei der Koffi im Zentrum freistehend zum 4:0-Endstand erhöhte (90.+2). Saarbrücken verliert somit das dritte von vier Spielen im neuen Jahr, bleibt aber vorerst auf dem vierten Platz, der momentan zur Relegation berechtigen würde. Elversberg baut seine Tabellenführung weiter aus, liegt nun neun Punkte vor Wiesbaden und satte 14 Zähler vor dem FCS.

Dresden 7:1 Halle: Kutschke, Conteh & Arslan überrollen HFC

Tor oder nicht Tor? Im Rudolf-Harbig-Stadion konnten die Dresdner Fans zu Beginn mal kurz die Übersicht verlieren. Zuerst schlug Kutschke die Hände noch über dem Kopf zusammen, weil sein erster Treffer des Tages wegen einer hauchzarten Abseitsstellung zurückgepfiffen wurde (8.). Doch die Gäste aus Halle bekamen keine Minute zum Durchschnaufen: Auf der linken Seite brach Kulke durch, flankte den Ball in die Mitte – und wieder war Kutschke per Kopf zur Stelle, dieses Mal zählte der Treffer (9.). Auf der anderen Seite untermauerte Drljaca, der heute den Vorzug vor Müller und Broll erhielt, seine Stammplatz-Ansprüche, indem er einen scharfen Schuss von Bolyki aus kurzer Distanz mit einem Arm über die Latte lenkte (12.). Halle blieb in der Folge die aktivere Mannschaft und bis tief in die erste Hälfte war Drljaca der beste Mann bei der SGD: Landgraf bediente Bolyki in der Mitte, der sich davonstahl und alleine vor dem Keeper auftauchte – aber Drljaca ging ins Laufduell, das er für sich entscheiden konnte (32.). Und dann? Ein weiter Ball der Dresdner reichte aus, um Conteh in Szene zu setzen – der Flügelstürmer schüttelte Winkler relativ einfach ab und schob in die lange Ecke ein – 2:0 (42.). Noch vor der Pause wurde der HFC bereits auf die Bretter geschickt, weil Arslan aus 22 Metern haargenau Maß nahm und einen Freistoß zum 3:0 in den Winkel schweißte (45.).

Die Hallenser hatten eine gute erste Hälfte gespielt, doch alles andere als ein schneller Anschlusstreffer würde nicht mehr helfen – und so flankte Bolyki auf Zimmerschied, der am langen Pfosten einnickte (48.). Hoffnung für den HFC? Nein, denn der Linienrichter übersah bei einer Hereingabe von Kutschke die erneute Abseitsstellung von Arslan, der wieder einköpfte – und somit auf 4:1 erhöhte (55.). Mit einem gefühlvollen Lupfer machte Conteh daraufhin alles klar, nach einem starken Sprint netzte er zum fünften Mal für die SGD ein (57.). Halle gab sich nicht auf, doch das Spiel war somit früh entschieden. Und Dresden formte das Debakel: Erst erzwang Vlachodimos das Eigentor von Vollert (90.), dann legte er per Flanke noch einmal für Arslan auf, der zum 7:1 traf (90.+2). Schiedsrichter Stegemann erlöste den HFC, der somit auf Rang 19 bleibt. Die SGD setzt die Aufholjagd fort, feiert den dritten Sieg in Folge und grüßt vom siebten Platz – bei nur noch drei Punkten Rückstand auf den vierten Platz, der derzeit für die Relegation berechtigen würde.

Osnabrück 3:1 Aue: Sechster Sieg in Folge für VfL

Schon vor der Partie war klar: An der Bremer Brücke würde heute Lila-weiß jubeln – und zur Freude der Fans war das zunächst der VfL Osnabrück. Erst setzte Tesche einen Eckball an die Latte (3.), dann wurde Simakala auf der rechten Außenbahn in den Lauf geschickt. Einen Abschluss ins lange Eck parierte Männel genau in die Füße von Engelhardt, der nur noch abstauben musste (8.). Dann wurde es kurios: Bei einer FCE-Flanke in den Strafraum spielte Kleinhansl die Kugel klar mit der Hand, daraufhin ertönte auch der Pfiff des Unparteiischen – und gleichzeitig wurde der Ball ins Tor geschoben. Nach kurzer Diskussion blieb es beim Elfmeter und zur Auer Beruhigung verwandelte Nazarov sicher (20.). Osnabrück hatte die direkte Antwort durch Simakala auf dem Fuß (22.), danach riss Aue das Spiel zwischenzeitlich an sich. Vor dem Pausenpfiff konnte der VfL das Geschehen jedoch wieder beruhigen.

Doch die Veilchen aus dem Erzgebirge starteten wieder mit Angriffslust in den zweiten Abschnitt. Nach einer Ecke schnippte Majetschak die Kugel aus dem Gewühl heraus auf das Tor, doch Kühn legte sich mit einem Riesenreflex in der Luft quer und wischte den Ball noch zur Seite (53.). Wie wertvoll die Parade war, zeigte sich dann: Aus zentraler Position vor dem Sechzehner zog Kunze ab – und die Kugel wurde unhaltbar von Burger abgefälscht, sodass der VfL wieder in Führung ging (57.). Die Osnabrücker drückten weiter nach vorne, um das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Und das gelang: Kunze spielte eine flache Hereingabe in die Mitte, wo Heider die Fußspitze vor dem Verteidiger an den Ball bekam und das 3:1 markierte (79.). Für den VfL war es der sechste Sieg in Folge, weswegen die Lila-Weißen nun auf den fünften Platz klettern und nur noch zwei Punkte hinter dem 1. FC Saarbrücken (4.) liegen. Aue hält nach der ersten Niederlage unter Dotchev den 14. Platz inne.

Zwickau 1:1 Meppen: SVM trifft im Keller in beide Tore

Im Kellerduell war den Gästen aus dem Emsland die Nervosität nach 16 Spielen ohne Sieg anzumerken, trotzdem erhielt Stefan Krämer weiter das Vertrauen. Zu Spielbeginn lief bei den Meppenern jedoch nicht viel zusammen – aber dann markierte Janssen mit einem Schuss aus sieben Metern die erste Chance, wenngleich sie nach falschem Einwurf ohnehin zurückgepfiffen worden wäre (23.). Dennoch war es offenbar ein Weckruf, denn in der nächsten Aktion eroberte Ballmert den Ball, gab auf Pourié weiter und der steckte auf Kleinsorge durch – frei vor Brinkies ließ sich der Flügelspieler die Chance nicht nehmen und traf zur Meppener Führung (24.). Der SVM war nun gut im Spiel, vom FSV war in der Offensive nicht mehr allzu viel zu sehen. Ein Standard half: Im zweiten Versuch erwischte König die Kugel per Kopf, doch die Latte verhinderte den Einschlag (35.). Bis zur Pause konnte sich kein Team mehr entscheidende Möglichkeiten erspielen.

Bei den Schwänen machte sich schlechte Stimmung auf den Rängen breit, weil im zweiten Durchgang lange Zeit nicht viel passierte. Zwickau war bemüht, aber ein wuchtiger Schussversuch von Ziegele landete nur im Außennetz (58.). Doch die Tormusik erklang kurz darauf: Göbel schmetterte einen Freistoß scharf in die Mitte, wo die Kugel dann Pourié beim Abwehrversuch über den Schienbeinschoner ins eigene Netz abrutschte (67.). Die Schlussoffensive fehlte auf beiden Seiten, doch die große Chance zum Lucky-Punch hatte Janssen – er traf allerdings nur die Oberkante der Latte (89.). In der Nachspielzeit forderte Löhmannsröben einen Elfmeter, sah aber Gelb wegen einer vermeintlichen Schwalbe. Zwickau rutscht durch das Remis wieder auf Platz 17 unter den Strich, die Meppener bleiben weiterhin Schlusslicht und sind nun seit 17 Spielen sieglos.

Wiesbaden 1:1 Köln: Karten-Festival in der Nachspielzeit

Direkt zu Beginn war der SVWW hellwach und erarbeitete sich gleich zwei Abschlüsse durch Ezeh und Hollerbach nach 60 Sekunden. Danach beruhigte sich das Spielgeschehen aber schon zusehends. Weil die Viktoria nach drei Niederlagen zum Jahresauftakt einen großen Wert auf die defensive Stabilität legte, passiert über weite Strecken der ersten Hälfte nicht viel in den jeweiligen Strafräumen. Dann machten die Kölner mehr nach vorne: Erst steckte Stehle auf Handle durch, der aber an einer reflexartigen Parade von Lyska scheiterte (32.) Die folgende Ecke konnte Ezeh für die Wiesbadener auf der Linie klären (34.), ehe Stehle im dritten Anlauf aus 18 Metern nur wenige Zentimeter vorbeischoss (36.). Zur Pause mussten sich die Hausherren erst einmal schütteln.

Dann kam Köln ähnlich engagiert aus der Kabine. Im Zweikampf setzte sich Meißner trotz vehementer Proteste gegen Gürleyen durch, anschließend scheiterte er jedoch erneut an Lyska. Allerdings prallte der Ball in die Mitte ab, wo Stehle zum Abstauber bereitstand – 1:0 (46.). Gegen die kompakte Viktoria fiel Wiesbaden lange nichts ein. Dann aber das Schema A: Goppel flankte auf Prtajin, der zum 1:1-Ausgleich einköpfte. Beinahe brachte sich Köln dann um den verdienten Punkt, weil Voll der Ball durch die Hosenträger an den Pfosten rutschte – und dann wurde es in der Nachspielzeit unübersichtlich. Mit einer Grätsche gegen Brumme löste Saghiri eine Rudelbildung aus, in deren Folge Dietz und Koronkiewicz jeweils die Gelb-Rote-Karte sahen (90.+6). Mit dem Punktgewinn konnte Wiesbaden seinen Vorsprung vor Saarbrücken dennoch auf fünf Punkte ausbauen, während die Kölner mit dem ersten Zähler des neuen Jahres auf dem zehnten Rang weitermachen.

Ingolstadt 1:2 Dortmund II: Testroet erst sehenswert, dann kläglich

Beim Chancenfestival in Ingolstadt musste am Ende besonders Pascal Testroet die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Doch der Reihe nach: Bei seinem Debüt als Cheftrainer stellte Guerino Capretti auf ein 4-3-3-System um, wie es aus Drittliga-Zeiten beim SC Verl bekannt war. Doch der BVB II startete mit mehr Ballbesitz in die Partie. Die erste Chance gehörte dennoch den Schanzern, die durch Costly viel Zug zum Tor entwickelten und an Lotka scheiterten (16.). Dann ging der Sturmlauf des FCI los: Erst verfehlte Brackelmann denkbar knapp einen Kopfball (18.), dann rettete der BVB-Keeper erneut in brenzliger Situation gegen Bech (20.). Auch Schröck blieb nach einem Freistoß zu unpräzise (24.). Der BVB schüttelte sich – und antwortete. Njinmah scheiterte bei seinen Versuchen zunächst am Außennetz (35.) und anschließend nach einem starken Solo an seiner Genauigkeit (36.). Dann der Doppelschlag: Mit dem Hinterkopf netzte Dams einen Eckball von Pohlmann ein (40.), danach war die FCI-Abwehr erneut unsortiert – mit etwas Glück kam der Ball von Akono erneut zu Njinmah, der sich die wiederholte Chance nicht nehmen ließ (42.). Auf der Gegenseite verpasste Keidel den Anschlusstreffer vor der Pause (44.).

Nach dem Seitenwechsel ging es nahtlos weiter. Während der BVB noch durch Papadopoulos scheiterte (49.), näherte sich der FCI durch einen Schuss von Kopacz an (51.). Danach jubelte Testroet, der einen Ball sehenswert aus der Drehung heraus mit Risiko im BVB-Kasten versenkte (53.). Aber dann das: Bei einem Querpass von Doumbouya war Testroet völlig frei vor dem Kasten und wollte gegen den Lauf von Lotka einschieben, doch aus fünf Metern drückte der FCI-Stürmer die Kugel zehn Meter daneben – kein Tor (61.). Beim nächsten Versuch von Doumbouya war wieder Lotka zur Stelle (65.). Die U23-Mannschaft aus Dortmund konnte das Spielgeschehen danach beruhigen, aber die Entscheidung nicht erzielen. Elongo-Yombo hatte nach einem Konter die beste Möglichkeit, doch der Pfosten verhinderte einen weiteren Treffer (83.). Für die Schanzer war es dennoch die vierte Niederlage, sodass Ingolstadt beim Capretti-Debüt auf den neunten Platz abrutscht. Dortmund II klettert nach dem ersten Sieg nach zuletzt sechs Pleiten in Serie über den Strich und verweilt vorerst auf Rang 15.

   

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