SV Meppen: Neidhart zweifelt an Saison-Fortsetzung

Bislang zählte der SV Meppen nicht zu den Vereinen, die sich öffentlich für einen Abbruch der Saison aussprechen. Allerdings hat Trainer Christian Neidhart mittlerweile Zweifel an einer Fortsetzung der Spielzeit.

Die Frage nach der Verantwortung

Als Tabellenvierter mit nur zwei Punkten Rückstand auf den zweiten Platz befindet sich der SV Meppen bei nur noch elf ausstehenden Spielen in einer mehr als guten Ausgangsposition im Rennen um die 2. Liga. Allein: Ob die Emsländer den Traum von Aufstieg weiter leben dürfen, ist in diesen Tagen höchst ungewiss. "Ich stelle mir seit fünf Wochen die Frage, wie es weitergehen soll. Aber genauso lange habe ich jetzt meine Spieler nicht gesehen", sagt Trainer Christian Neidhart gegenüber dem "NDR" und zweifelt an einer Saison-Fortsetzung: "Ich weiß nicht, wie da die Saison wieder aufgenommen werden kann."

Die drängendste Frage: "Wer soll die Verantwortung für die Gesundheit der Spieler tragen?" Am Mittwoch einigten sich Bund und Länder auf eine Ausdehnung des Kontaktverbots bis zum 3. Mai, entsprechend werden sich die Spieler des SV Meppen wohl auch weiterhin nur individuell fithalten können. Maximal Kleingruppen-Training scheint aktuell möglich.

Ein Dilemma

Im Hintergrund kämpft der SVM um seine Existenz, eine Fortsetzung der Saison wäre wohl mit hohen Verlusten verbunden, da die Zuschauereinnahmen rund 30 Prozent des Gesamtetats ausmachen. Auch ein Abbruch käme die Emsländer – ebenso wie alle anderen Klubs – teuer zu stehen, wenngleich der SVM wohl in Kurzarbeit bleiben und damit einen Großteil der Personalkosten einsparen könnte.

Der SV Meppen muss nun für sich die Frage beantworten: Trotz drohender Verluste aufgrund fehlender Ticket-Verkäufe eher Geisterspielen zustimmen, um noch eine Chance auf den Aufstieg zu haben? Oder für einen Abbruch votieren, um möglicherweise Kosten zu sparen, dafür aber die Träume von der 2. Liga begraben? Es ist ein klassisches Dilemma. Möglicherweise wird der Klub sein Schicksal aber nicht mal selbst in der Hand haben, da die behördlichen Vorgaben entscheidend sein dürften.

   
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