SV Meppen: Corona-Zwangspause als Schlüsselerlebnis

Der SV Meppen rollt das Feld weiter von hinten auf. Durch den 2:0-Coup bei Aufstiegsaspirant Hansa Rostock verschafften sich die Emsländer zusätzlich Luft im Abstiegskampf.

Frings "megahappy"

"Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft“, kommentierte SVM-Trainer Torsten Frings am "MagentaSport"-Mikrofon die erneut starke Vorstellung seines Teams: "Wie wir uns in den vergangenen Wochen präsentieren, ist super. Wir sind sehr zufrieden und megahappy."

Aus der anhaltenden Erfolgswelle leiten die Norddeutschen offenbar mittlerweile auch gegen Liga-Schwergewichte wie Rostock höhere Ansprüche ab. "Wir hätten Hansa noch mehr ärgern müssen. Wir hatten noch mehr gute Möglichkeiten, und wenn eine Mannschaft wie Rostock Probleme hat, dann muss man das bestrafen. In der zweiten Hälfte haben wir ihnen zu viel den Ball überlassen“, fand Frings trotz der nicht unbedingt zu erwartenden Sieges an der Ostsee durch Treffer von Valdet Rama (36) und Hassan Amin (90.+5, Strafstoß) sogar mehr als nur ein Haar in der Suppe.

Immer deutlicher schält sich allerdings der zwischenzeitliche Rückschlag durch die Corona-Zwangspause im vergangenen Oktober und November als letztlich erweckendes Schlüsselerlebnis heraus, wie Frings nach dem Abpfiff in Rostock nochmals betonte: "Für einige Spieler war es wirklich sehr ernst, wir haben uns große Sorgen gemacht, haben diese Krise aber zusammen durch- und überstanden. Dann haben wir uns vorgenommen, dass es keine Ausreden geben darf und wir es auf dem Platz genauso zu machen, indem wir zusammenstehen und alles füreinander tun. Wir helfen uns in allen Lagen.“

"Etwas zugetraut und alles dafür getan"

Die Selbsthilfe als Hilfe im Kampf um den Klassenerhalt greift offensichtlich. Nach der Rückkehr in den Spielbetrieb verlor Meppen nur noch das erste Match beim SV Wehen Wiesbaden, arbeitete sich seitdem aber mit zehn Punkten aus den vergangenen vier Spielen ohne Niederlage und Gegentor vom Tabellenende inzwischen bis auf Rang 14 mit auch schon einem Punkt Vorsprung auf die Gefahrenzone vor – und hat noch zwei Nachholspiele in der Hinterhand. Auch Rama führte den neuerlichen Erfolg auf den ganz besonderen Teamspirit zurück. "Wir haben uns etwas zugetraut und auch alles dafür getan", resümierte der Torschütze.

Allzu lange freuen können sich Rama und seine Kollegen über ihren Lauf jedoch nicht. Schon am Mittwoch gastiert das neue Schlusslicht FSV Zwickau im Norden. Frings mahnte sein Team auch zur Fortsetzung der zuletzt so konzentrierten Arbeit: "Sicher soll es so weitergehen. Aber wir dürfen uns nicht ausruhen."

   
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