SV Elversberg: Stadion-Umbau wird wohl rund 13 Millionen kosten

Sportlich ist die SV Elversberg bereits durchaus auf Zweitliga-Niveau unterwegs, infrastrukturell aber noch lange nicht. Größte Baustelle ist das Stadion, das in den kommenden Monaten umgebaut und an die Anforderungen der 2. Liga angepasst werden soll. Die Kosten dafür werden sich wohl auf rund 13 Millionen Euro belaufen, wie die "Saarbrücker Zeitung" schreibt.

"Große Herausforderung"

7.500 Fans finden in der Ursapharm-Arena an der Kaiserlinde derzeit Platz, etwa die Hälfte der Plätze ist überdacht. Für die 3. Liga genügt das, im Falle des Aufstiegs würde die Spielstätte nach aktuellem Stand allerdings nicht ausreichen. Schließlich fordert die DFL für die 2. Bundesliga nicht nur eine Mindestkapazität von 15.000 Plätzen, sondern schreibt darüber hinaus auch vor, dass sämtliche Tribünen komplett überdacht sein müssen.

Um die Anforderungen erfüllen zu können, muss das Stadion in den nächsten Monaten umgebaut werden. Marc Strauss, Vorstand Verwaltung und Vereinsentwicklung bei der SVE, spricht in der Zeitung diesbezüglich von einer "großen Herausforderung" und erklärt, dass die Kaiserlinde Stück für Stück an die Zweitliga-Bedingungen angepasst werden soll.

Drei Bauabschnitte

"Zur Zeit werden die vorbereiteten Fundamente auf der Heimtribüne hergestellt, die eine kurzfristige Umsetzung der Dachinstallation ermöglichen", so Strauss. Die Arbeiten dafür sollen in den nächsten Monaten abgeschlossen werden. In einem zweiten Bauabschnitt soll die Gästetribüne auf der gegenüberliegenden Seite komplett neu errichtet werden, wodurch sich die Kapazität auf etwa 12.500 Plätze erhöhen wurde. Anschließend ist die alte Haupttribüne an der Reihe, wobei der Neubau wohl frühestens während der kommenden Saison erfolgen wird.

Die Gesamtkosten für alle Bauabschnitte sollen der "SZ" zufolge bei rund 13 Millionen Euro liegen. Bereits in den vergangenen Jahren hatte die Stadiongesellschaft etwa 20 Millionen Euro in die Infrastruktur investiert, allein der Bau der neuen Haupttribüne inklusive Parkplatz kostete 15 Millionen Euro.

Entscheidung in den nächsten Wochen

Doch beim Umbau des Stadions allein wird es nicht bleiben, um den Anforderungen der 2. Bundesliga gerecht zu werden: Es braucht auch eine größere Geschäftsstelle und ein Trainingszentrum. Wohin die Reise geht, darüber werden Präsidium und Aufsichtsrat in den nächsten Wochen entscheiden. Auch Hauptsponsor Ursapharm wird in die Pläne involviert sein, ist Geschäftsführer Frank Holzer doch der Präsident der SVE, während Sohn Dominik Holzer als Aufsichtsratsvorsitzender fungiert.

Sollte am Saisonende tatsächlich der Aufstieg zu Buche stehen, könnte es darauf hinauslaufen, dass die Elversberger vorübergehend in ein anderes Stadion umziehen müssen. Der Saarbrücker Ludwigspark wäre diesbezüglich die naheliegendste Option, allerdings ist die für fast 50 Millionen Euro umgebaute Spielstätte des FCS ebenfalls noch nicht zweitligatauglich. 

   
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