"Stinksauer": Dähne rechnet nach Pokal-Pleite mit 1860-Saison ab

Nach der Niederlage im Finale des bayerischen Landespokals fand Thomas Dähne deutliche Worte für die Saison von TSV 1860 München. Der Torwart zeigte sich nach dem 2:4 im Elfmeterschießen gegen die Würzburger Kickers "maßlos enttäuscht und einfach stinksauer".

Kontrolle über das Spiel verloren

Im Interview mit dem "BR" kritisierte der 32-Jährige vor allem den Auftritt seiner Mannschaft nach der Pause. In der ersten Halbzeit habe 1860 noch gezeigt, "dass wir heute der Drittligist sind". Danach hätten die Löwen jedoch die Kontrolle verloren und Würzburg das Spiel überlassen. Den späten Ausgleich in der regulären Spielzeit bezeichnet Dähne deshalb als verdient. Man brauche sich "überhaupt nicht über irgendetwas beschweren".

Seinen Mitspielern Patrick Hobsch und Kilian Jakob, die im Elfmeterschießen vergeben, machte der Keeper dagegen keinen Vorwurf. Elfmeterschießen sei "eine Lotterie", erklärt Dähne. Die Partie hätte seine Mannschaft bereits vorher entscheiden müssen, nachdem 1860 gleich mehrfach das 2:0 liegengelassen hatte.

Dähne nimmt "gar nichts" Positives mit

Deutlich kritischer fiel sein Gesamtfazit der Saison aus. Anders als Trainer Markus Kauczinski, der nach dem Spiel trotz des bevorstehenden Umbruchs optimistisch auf die kommende Spielzeit blickt, nimmt Dähne "gar nichts" Positives aus der Saison mit. Die Löwen seien "weit unter unseren Erwartungen geblieben" und hätten über weite Strecken nicht den Fußball gespielt, den sie spielen wollten. Vor der Saison galt 1860 als Topfavorit auf den Aufstieg, am Ende reichte es jedoch nur zu Platz 8.

Dass es dennoch und auch trotz der Pokal-Pleite für die DFB-Pokal-Qualifikation reichte, haben die Münchner einzig den Kickers zu verdanken, die als bayerischer Amateurmeister bereits das Pokal-Ticket gelöst hatten. Für die kommende Saison sieht Dähne deshalb viel Arbeit auf den Verein zukommen. Über die Sommerpause müsse "viel aufgearbeitet werden", damit die Mannschaft im nächsten Jahr einen neuen Anlauf nehmen könne. Angesichts der Tatsache, dass der Etat dem Vernehmen nach um 1,8 Millionen Euro schrumpft, dürfte dieses Unterfangen allerdings nicht leicht werden.

   

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Back to top button