Steigt Ponomarev bei niederländischem Zweitligisten ein?

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Seit Februar 2018 investiert Mikhail Ponomarev in den KFC Uerdingen. Wird er nun auch Eigentümer des niederländischen Zweitligisten Roda Kerkrade?

Ponomarev äußert sich nicht

Eine Bestätigung steht zwar noch aus, nach Angaben des niederländischen Portals "vi.nl" erwägt Ponomarev aber einen Einstieg. Demnach versuche der bisherige Vereinseigner Frits Schrouff, seine Anteile – offenbar rund 80 Prozent – am Verein abzustoßen. Ponomarev äußerte sich bislang nicht, Schrouff betonte gegenüber dem Portal "1Limburg", man habe über Absprachen zu einem möglichen Investor, der auch Eigentümer des Klubs werden würde, Stillschweigen vereinbart. Am Ende der laufenden Woche soll es demnach zu einer Absichtserklärung kommen. Roda Kerkrade belegt in der zweiten niederländischen Liga derzeit den 13. Platz, nachdem der Klub in der vergangenen Saison aus der Eredivisie abgestiegen war. Trainer ist der Ex-Uerdinger Eric van der Luer.

Grotenburg-Sanierung soll voranschreiten

Derweil soll die Grotenburg nun so schnell wie möglich für den Spielbetrieb in der 3. Liga saniert werden, nachdem Verhandlungen über die Gründung einer Stadiongesellschaft gescheitert sind. In einer Pressemitteilung kündigt die Stadt an, alles daran setzen zu wollen, die Grotenburg nun zu sanieren. Elf Millionen Euro wurden dafür bereit gestellt. Einige Teile wurden bereits umgesetzt. Für die Südtribüne wird mit einem Gutachter ein Brandschutz- und Entfluchtungskonzept erstellt. Weitere Themen sind unter anderem die Lüftungsanlage der Funktionsräume, die akustische Anlage im Stadion, das Netzwerk und die Telekommunikation, die Beleuchtung, die Flutlichtanlage, die Betonsanierung am Dach der Nordtribüne und die Außenanlagenentwässerung. Begleitend finden nach Angaben der Stadt fast täglich Sanierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen statt, welche der allgemeinen Bauunterhaltung dienen. Weiterhin sollen auch die Trainingsbedingungen überall dort verbessert werden, wo die Stadt zuständig ist, so etwa beim Kunstrasenplatz neben der Grotenburg.

Kein drittes Jahr in fremdem Stadion

"Jeder weiß, dass mir der KFC Uerdingen und das Projekt Profifußball am Herzen liegen", so Oberbürgermeister Frank Meyer zur aktuellen Lage rund um den KFC Uerdingen. "Der Rat der Stadt Krefeld hat sich zu seiner Verantwortung für die Grotenburg bekannt – und dieser Verantwortung werden wir in dem dort beschlossenen Rahmen nachkommen." Zuletzt hatte Ponomarev angekündigt, kein drittes Jahr außerhalb der Grotenburg finanzieren zu wollen: "Wenn die Sanierung bis zum Sommer 2020 nicht fertig werde, müssten Kompensationsleistungen erfolgen", so KFC-Präsident. In dieser Saison hat der KFC seine Heimspiele in Duisburg ausgetragen, mit Beginn der kommenden Spielzeit weichen die Krefelder nach Düsseldorf aus.

   

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