Steigt Michail Ponomarev beim FCK ein? "Da ist nichts dran"

Zwölf Millionen Euro muss der 1. FC Kaiserslautern bis Anfang März in den Lizenzunterlagen für die kommende Drittliga-Saison vorweisen – eine Herkulesaufgabe. Für Abhilfe könnte Investor Michail Ponomarev sorgen.

KFC-Investor dementiert Berichte

Als die Finanzsorgen beim 1. FC Kaiserslautern Mitte Dezember bekannt wurden, war zunächst kein Großinvestor in Sicht. Nun soll Michail Ponomarev laut einem Bericht der "Rheinpfalz" Interesse an einem Einstieg beim FCK haben. Wie der "SWR" zudem erfahren haben will, soll der 43-Jährige bereits eine schriftliche Absichtserklärung hinterlegt haben. Die Verhandlungen seien demnach mit Aufsichtsratsmitglied Michael Littig geführt worden. Gegenüber der "Rheinischen Post" dementierte Ponomarev die Berichte am Donnerstagmittag jedoch: "Da ist nichts dran, das sind nur Gerüchte."

Der russische Investor steht seit Sommer 2016 an der Klubspitze des KFC Uerdingen und hält mit der KFC Uerdingen Entertainment GmbH seit Februar 2018 etwa 97,5 Prozent der Anteile an der Fußball GmbH der Krefelder und hat somit die Kontrolle über den Verein. Zudem unterstützt Ponomarev auch den Eishockey-Verein Krefeld Pinguine, zuvor investierte er in die Düsseldorfer EG (Eishockey), den AFC Bournemouth (Fußball) sowie in russische Klubs. Beim KFC ist der 43-Jährige mit mehreren Millionen Euro beteiligt, dementsprechend stellt der Aufsteiger nach Angaben der "Sport Bild" mit acht Millionen Euro den höchsten Etat aller Drittligisten.

Uneinigkeit im Aufsichtsrat

Mit wie viel Geld Ponomarev den 1. FC Kaiserslautern unterstützen könnte, ist noch offen. Beim "SWR" ist von "bis zu 30 Millionen Euro" die Rede. Allerdings soll im Aufsichtsrat der Roten Teufel Uneinigkeit darüber bestehen, wie weit der Einfluss eines Geldgebers gehen dürfe. Nach Angaben des TV-Senders sei es daher zu einem Streit gekommen. Demnach sollen die Aufsichtsratsmitglieder Michael Littig, Paul Wüst und Jürgen Kind planen, dem Aufsichtsratsvorsitzenden Patrik Banf bei einer Sitzung am kommenden Montag das Vertrauen zu entziehen. Patrick Banf gilt nicht als Freund eines mitbestimmenden Großinvestors, betont in der "Rheinpfalz" aber: "Wir müssen und werden jedes seriöse Angebot prüfen. Und für mich ist es dann ein seriöses Angebot, wenn es mit dem Vier-Säulen-Modell, der Vereinssatzung und dem Gesellschaftervertrag konform ist."

Nach aktueller Vereinsbewertung (120 Millionen Euro) müsste ein Investor mindestens 24 Millionen Euro (20 Prozent) in die 2018 gegründete FCK GmbH & Co. KGaA investieren, um einen der vier Sitze im Beirat der FCK-Kapitalgesellschaft und damit Mitspracherecht zu erhalten. Die Entscheidung über den Verkauf von Anteilen treffen die Geschäftsführer Michael Klatt und Martin Bader, ab einer Summe von 300.000 Euro müssen Aufsichtsrat bzw. Beirat zustimmen. Klar ist aber: In einem ähnlichen großen Umfang wie beim KFC Uerdingen könnte Ponomarev beim FCK nicht einsteigen – das untersagen die DFB-Statuten. Parallel zum Einstieg von Großinvestoren prüfen die Verantwortlichen derzeit weitere Modelle, um die Lücke von zwölf Millionen Euro schließen zu können. Viel Zeit bleibt bis Anfang März allerdings nicht mehr.

   
  • Martin Schädler

    Es wird immer widerlicher….

    • Tobi

      Da stimme ich Ihnen vorbehaltlos zu. Es bleibt zu hoffen dass Kaiserslautern Mittel und Wege findet ohne sich an diesen Russen verkaufen zu müssen.

  • Alvar Fågel

    Hoffentlich nicht. Ein Russenkrefeld reicht schon, ein Russenlautern wäre für mich undenkbar. Man muss sich bewusst sein, dass er ein Investor ist, der sich nicht im Hintergrund hält sondern gerne direkt die Fäden zieht. Nicht zu vergessen das Theater im Sommer beim KFC. Ich drücke die Daumen dass sich eine Lösung ohne den Russen findet.

  • Doppelherz

    Wie sieht es da aus mit Interessenkonflikten???
    Der olle Fritz W. würde sich im Tor…äähhh Grabe rumdrehen.. .

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