Stabile Defensive und Lauf gegen U23-Teams bringt Erfurt voran

Mit dem VfB Stuttgart II und Werder Bremen II sind gleich zwei Reserveteams aus der Bundesliga akut abstiegsbedroht. Sollte Rot-Weiß Erfurt die Klasse halten, die angesprochenen Vereine aber nicht, dann muss sich RWE ernsthafte Sorgen machen: Auf Platz 11 am Weserstadion fuhr die Elf von Coach Stefan Krämer den fünften von sechs möglichen Siegen gegen die drei zweiten Mannschaften in der 3. Liga ein – 1:0 (1:0) hieß es aus Erfurter Sicht nach 90 Minuten.

15 und 18 möglichen Punkten gegen U23-Teams

Lediglich am Mainzer Bruchweg, beim FSV Mainz 05 II, da mussten die Thüringer eine Niederlage einstecken. Ansonsten liest sich die Bilanz gegen die traditionell unbeliebten und schwer zu bespielenden Bundesliga-Reserven in der Saison 2015/16 mit 15 von 18 erreichbaren Zählern nahezu makellos. Kaum auszudenken, wo der aktuelle Tabellendreizehnte ohne diese Punkte stehen würde. Am Samstagnachmittag entschied jedenfalls der Kampf über die Punkte, den Rot-Weiß Erfurt erfolgreich annahm – und auch mit dem Glück des Tüchtigen ausgestattet war, dass die erste aussichtsreiche Möglichkeit sogleich den Weg ins Netz fand: Daniel Brückner, Samir Benamar und Carsten Kammlott kombinierten sich sehenswert durch die Defensive der Bremer, die abschließende Flanke Benamars verwertete der RWE-Torjäger eiskalt (13.). Der zehnte Saisontreffer für den 26-Jährigen, der damit den persönlichen Wert aus der Vorsaison bereits erreicht hat.

Stabile Defensive bringt Rot-Weiß voran

Ein Mann für die wichtigen Treffer, dieser Kammlott: Alle drei Spiele, in denen der Stürmer zuletzt für die Rot-Weißen ein Tor erzielte, gingen auch gewonnen. Bis dahin mussten sich die Erfurter am Samstagnachmittag allerdings noch einigen Bremer Angriffen erwehren, während Okan Aydin mit einer direkten Ecke an die Latte die beste Möglichkeit der Krämer-Elf verzeichnete. Es war ein Kampfspiel ohne viele sportliche Höhepunkte, ein negatives Ausrufezeichen setzte lediglich noch Werder-Akteur Björn Rother, der für ein rüdes Tackling die Rote Karte erhielt (83.). Kurz darauf war Schluss, mit etwas Zittern, Hoffen und Bangen hatte RWE den wichtigen Auswärtsdreier unter Dach und Fach gebracht. Trainer Krämer analysierte nach dem bereits vierten Sieg während seiner Amtszeit: "Dass wir die Null gehalten haben und die Defensive stabilisieren, ist sehr wichtig für unser Spiel.“ Nach acht Gegentoren in den ersten vier Krämer-Partien hatten die Steigerwäldler und Torhüter Philipp Klewin zuletzt in fünf Begegnungen nur noch vier Bälle aus dem eigenen Tornetz holen müssen.

Krämer: "Bei dem Rasen würden sich selbst Kühe beschweren“

Weiterhin erkannte Krämer: "In diesen Wochen besteht der Abstiegskampf, wie der Name bereits sagt, aus Kampf. Spielerisch mag einiges auf der Strecke bleiben – das lag gegen Bremen allerdings auch am Rasen. Da würde sich selbst eine grasende Kuh drüber beschweren.“ Dennoch sei der Sieg auch aufgrund der Ergebnisse der Konkurrenz eminent wichtig. Der Abstand auf die letzten drei Tabellenränge beträgt für Erfurt aufgrund zeitgleicher Siege von Hansa Rostock, Energie Cottbus sowie den Stuttgarter Kickers und dem VfB Stuttgart II weiterhin nur vier Punkte. Heißt: Der Abstiegskampf nimmt mächtig Fahrt auf, und RWE kann sich glücklich schätzen, rechtzeitig auf diesen Zug aufgesprungen zu sein. Zumal am kommenden Wochenende mit dem Chemnitzer FC bereits ein neuerliches Sechs-Punkte-Spiel vor der Tür steht.

   
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