Srbeny: "Es war immer mein Traum, in England zu spielen"

Nach nur einem halben Jahr hat Dennis Srbeny den SC Paderborn wieder verlassen und sich am Donnerstag dem englischen Zweitligisten Norwich City angeschlossen – liga3-online.de berichtete zunächst exklusiv. Auf der Homepage der "Canaries" äußerte sich der 23-Jährige zu seinem Wechsel auf die Insel.

"Ich glaube, wir können hier Großes erreichen"

Während Paderborn seinen wertvollsten Spieler (neun Tore, elf Vorlagen) verloren hat, geht für Srbeny ein Traum in Erfüllung: "Es war immer mein Traum, in England zu spielen", sagt der 23-Jährige in einem Interview mit dem Vereins-TV des englischen Zweitligisten. "Die Fans, das Stadion und die Atmosphäre hier waren die ausschlaggebenden Gründe, warum ich mich für Norwich entschieden habe. Ich glaube, wir können hier Großes erreichen", so Srbeny. Dass er in Norwich mit Daniel Farke auf einen deutschen Trainer trifft, dürfte seine Entscheidung ebenfalls begünstigt haben. "Das macht es für mich einfacher zu verstehen, was er will", sagt der Stürmer und berichtet von guten Gesprächen mit dem 41-Jährigen, der einst in der Jugend für den SCP spielte.

Der Wechsel nach England ging unterdessen relativ schnell über die Bühne. Erst am Dienstag habe Srbeny einen Anruf erhalten, am Mittwoch reiste er dann nach England – allerdings ohne Gepäck. "Das ist unterwegs verloren gegangen", berichtet der gebürtige Berliner, der erst im vergangenen Sommer vom BFC Dynamo aus der Regionalliga an die Pader gewechselt war. Jetzt freut er sich auf die Aufgabe bei Norwich City: "Ich möchte zeigen, was ich kann." Der Einstieg beim englischen Zweitligisten dürfte Srbeny nicht schwer fallen, schließlich hat Daniel Farke bereits mehrere Spieler aus Deutschland auf die Insel geholt, darunter auch den Ex-Paderborner Mario Vrancic.

Baumgart: "Bestätigung unserer Arbeit"

Beim SCP wertet man den Verlust des Top-Stürmers derweil keineswegs nur negativ. Zwar sei der Abgang des 23-Jährigen, "ohne Frage ein Verlust für uns", wie Trainer Steffen Baumgart feststellen musste. Doch dass für den 23-Jährigen nach nur einem halben Jahr ein Millionen-Angebot eingegangen ist, wertet der SCP-Coach auch als "Bestätigung unserer Arbeit."

Dennoch müssen die Ostwestfalen nun eine Lösung finden, wie Srbeny möglichst gleichwertig ersetzt werden kann. "Die Situation bietet neue Chancen für die Spieler, die bereits im Kader standen und vor einigen Tagen hinzugekommen sind", sagt Baumgart und spielt dabei auf die Offensiv-Neuzugänge Philipp Tietz (Eintracht Braunschweig) und Kwame Yeboah (Borussia Mönchengladbach) an.

Darüber hinaus ist auch Marlon Ritter wieder eine Option, nachdem er vor der Winterpause verletzt ausgefallen war. Die Leihgabe von Fortuna Düsseldorf dürfte vorerst neben Sven Michel in der Sturmspitze gesetzt sein. Derweil scheint es aber auch nicht ausgeschlossen zu sein, dass die Ostwestfalen noch einmal auf dem Transfermarkt zuschlagen. Bis nächste Woche Mittwoch ist das Transferfenster noch geöffnet. Wie sehr Srbeny dem SCP fehlen wird, dürfte sich unterdessen bereits am Samstag beim Heimspiel gegen die Sportfreunde Lotte zeigen.

   
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