SpVgg Unterhaching bleibt das Team der Stunde

Die SpVgg Unterhaching bleibt das Team der Stunde in der 3. Liga. Nach dem überzeugenden 3:0-Auswärtserfolg bei den zuvor vor heimischer Kulisse unbesiegten Magdeburgern haben sich die Bayern mit einer beeindruckenden Serie an den Relegationsplatz herangeschoben.

Gute Bayern-Aufsteiger werden zur Tradition

Aufsteiger aus der Regionalliga Bayern entwickelten sich in den vergangenen Jahren im Laufe der Saison immer mehr zu Geheimfavoriten. So war es mit den Würzburgern 2016, einen ähnlichen Verlauf nahm die Entwicklung der Regensburger in der Saison 2016/17. Die Ambitionen der Spielvereinigung nun im Nachhinein als verborgen zu bezeichnen, wäre allerdings zu viel des Guten. Nach einer anfänglichen Schwächephase haben sich die Vorstadtmünchner nun den Status erarbeitet, der ihnen von den Beobachtern und Experten der 3. Liga im Vorfeld zugedacht war – also im vorderen einstelligen Tabellenbereich.

Wie sie diese Entwicklung in den letzten Wochen vollzogen haben, nötigt großen Respekt ab. Die vergangenen fünf Ligaspiele gewannen die Schützlinge von Cheftrainer Claus Schromm, heimsten dazu noch ein beeindruckendes Torverhältnis von 12:0 Treffern ein. Die Qualität der Mannschaft um die starken Offensiv-Individualisten Stephan Hain und Sascha Bigalke wird nun auch durch das Abwehrbollwerk um die beiden Innenverteidiger Josef Welzmüller und Alexander Winkler ergänzt.

Gegen Magdeburg gnadenlos effizient

Einigermaßen kurios fiel die Spielbetrachtung von Unterhachings Trainer Claus Schromm nach dem Spiel in Magdeburg aus, der sich scheinbar von dem atmosphärischen Stimmungsbild in der MDCC-Arena gar nicht lösen wollte und kaum in die taktische Analyse einstieg: "Wir müssen uns ein bisschen kneifen. Wenn man sich die Stimmung nach dem Spiel hier anschaut, fragt man sich, wer eigentlich mit 3:0 gewonnen hat", zeigte sich Schromm fasziniert von den Magdeburger Anhängern, die ihr Team trotz der deftigen Klatsche minutenlang auf das Pokalspiel gegen Dortmund einschwörten. "Wir wollten dieses Ding von Anfang an versuchen zu genießen", erklärte Schromm auf der Pressekonferenz. "Nach zehn Minuten hätte ich einen Punkt sofort unterschrieben. Die Druckphase der Magdeburger war sensationell, da hatten wir manchmal auch das nötige Quentchen Glück."

Nach besagten zehn Minuten führte sein Team allerdings schon 1:0. In der Tat nutzten die Hachinger das Pech der Magdeburger auf gnadenlos effiziente Weise. Beim 1:0 verschätzte sich Magdeburgs Steffen Schäfer bei einem langen Ball auf Hain und nachdem die Situation eigentlich schon bereinigt war, schloss Außenverteidiger Hagn aus spitzem Winkel eiskalt zum Führungstreffer ab. Ebenso kurios das 2:0. Als FCM-Verteidiger Handke im Halbfeld wegrutschte, nahm Bigalke seinen Stürmer Hain auf dem Weg in den Strafraum mit. Dessen Schuss konnte Glinker noch parieren, doch den Abpraller erwischte Hachings bester Stürmer gerade noch so per Kopfballbogenlampe und stellte auf die 2:0-Halbzeitführung. Diese verwalteten die Rot-Blauen in der zweiten Halbzeit im Stile einer Spitzenmannschaft und legten durch den sehenswerten Fernschuss von Max Dombrowka gar noch das 3:0 nach.

Relegationsplatz lockt

Thomas Hagn erklärte nach dem Spiel vorm Telekom-Mikrofon, warum sein Team den Platz als Sieger verließ: "Wir haben uns vorgenommen, das Ganze spielerisch zu lösen und unser Spiel durchgezogen", so der angriffsstarke Linksverteidiger, der mittlerweile schon drei Ligatreffer aufweisen kann. Mit dem Sieg in Magdeburg sind die Bayern nur noch zwei Punkte vom Relegationsplatz drei entfernt. Diesen können die Hachinger am Freitag (19 Uhr) gegen Hansa Rostock bereits vorzeitig erobern.

 
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