SpVgg Bayreuth als Schlusslicht in WM-Pause: "Richtig kacke"

Ein unnötiger Platzverweis und buchstäblich ein Sekundenschlaf haben die SpVgg Bayreuth um einen versöhnlichen Jahresausklang gebracht. Bei der 1:2-Niederlage bei Viktoria Köln zahlte der Aufsteiger wieder einmal Lehrgeld und muss als Schlusslicht überwintern.

"Rote Karte hat das Spiel gedreht"

"Das ist ein ganz bitterer Jahresabschluss für uns", resümierte Trainer Thomas Kleine in der Pressekonferenz zur verspielte Pausenführung seines Teams nach einer gelb-Roten Karte gegen Eroll Zejnullahu (47.) und einen Doppelschlag der Gastgeber binnen 61 Sekunden (68./69.): "Die Rote Karte hat das Spiel gedreht." Als Fehlentscheidung mochte der Coach den Platzverweis wegen einer regelwidrigen Grätsche nach einer vorherigen Verwarnung wegen Ballwegschlagens zwar nicht sprechen, beklagte aber am "MagentaSport"-Mikrofon unzureichende Empathie des Referees bei der ersten gelben Karte: "Es war nur eine Sekunde vorher die Fahne gehoben worden, da hätte ich mir etwas mehr Fingerspitzengefühl gewünscht."

Bayreuths Torschütze Markus Ziereis (45.) sah unterdessen in der späteren Schlafmützigkeit die wichtigste Ursache für die zweite Niederlage der seit drei Spielen sieglosen Franken in Serie: "Dass wir innerhalb einer Minute zwei Tore herschenken, tut richtig weh", kritisierte der Routinier die Unaufmerksamkeiten in der Gäste-Abwehr: "Das ist richtig kacke."

"Wir sind in Schlagdistanz"

"Das sind auf jeden Fall zwei verlorene Punkte", bilanzierte Kleine bereits mit Blick auf die Endabrechnung im Frühsommer und trauerte zwei womöglich noch entscheidenden Zählern nach: "Es ist nicht das erste Mal, dass wir als Verlierer vom Platz gehen und es nicht verdient haben. Das Spiel war ein Spiegelbild der bisherigen Saison, denn wir waren oft gleichwertig und haben tollen Charakter gezeigt."

Vor allem deshalb sah der 44-Jährige dem Wiederbeginn der Saison nach der WM- und Winterpause zuversichtlich entgegen. "Wir sind in Schlagdistanz", meinte Kleine zum tatsächlich noch nicht allzu großen Rückstand seiner Mannschaft zu den Nichtabstiegsplätzen – drei Punkte fehlen -, "und vor allem glauben wir weiter an uns. Wir sind in den letzten Monaten schon oft abgeschrieben worden, aber wir werden schon noch für die eine oder andere Überraschung sorgen". Bereits in das erste Spiel nach dem Jahreswechsel am 15. Januar gegen Borussia Dortmund II soll seine Mannschaft nach Kleines Wunsch "mit breiter Brust“ gehen: "Wir haben und schon weiterentwickelt, aber wir werden in der Pause intensiv daran arbeiten, mehr Tore zu schießen und mehr Robustheit und Cleverness an den Tag zu legen."

   
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