"Spricht für die Mannschaft": Hallescher FC zeigt Reaktion

Nach unruhigen Tagen, ausgelöst durch die 0:1-Pleite im Landespokal gegen den 1. FC Magdeburg, hat der Hallesche FC am Samstag mit einem furiosen 3:0-Sieg in Großaspach eine Reaktion gezeigt.

HFC lässt Großaspach keine Chance

"Schande", "Offenbarungseid", "Versager": Es waren deutliche Worte, die der HFC nach dem Landespokal-Aus am Mittwoch zu hören bekam. Zudem rechneten die Ultras mit der "blutleeren Mannschaft" ab und verweigerten ihr die Unterstützung beim Gastspiel in Großaspach. Die Saalestädter, die beim Dorfklub gleich zehn Ausfälle kompensieren mussten, ließen sich davon aber nicht beeindrucken und waren von der ersten Minute an darauf bedacht, Wiedergutmachung zu betreiben – und das gelang! Schon in der Anfangsphase schnürte Halle die SG Sonnenhof regelrecht ein und erspielte sich über Manu (5.), Bohl (12.) und Landgraf (15.) früh drei dicke Chancen.

"Die Jungs waren heute ein lebhafter Haufen und haben immer wieder aggressiv gegen den Ball gearbeitet", lobte Trainer Rico Schmitt nach Abpfiff bei "Telekom Sport". Die Führung durch Toni Lindenhahn nach 26 Minuten, die einem starken Pass des lauffreudigen Braydon Manu vorausging, war hochverdient und zu diesem Zeitpunkt längst überfällig. Nach der Pause sorgte ein früher Doppelschlag durch Bohl (52.) und Lindenhahn (54.) dann bereits für die Entscheidung, am Ende hätte der Sieg sogar noch höher ausfallen können. Auch die mitgereisten Fans ließen sich vom furiosen Auftritt anstecken und nahmen den Support in der Schlussphase wieder auf.

"Riesen-Respekt vor der Mannschaft"

"Die Einstellung hat heute gepasst", fand Lindenhahn, der erstmals in einem Liga-Spiel einen Doppelpack schnürte. "Wir haben die Ausfälle überragend kompensiert. Riesen-Respekt vor der Mannschaft!" Schmitt sprach unterdessen von einem "wachen" und "extrem starken Auftritt", der für die Mannschaft und ihren Charakter spreche. Es war der erste Auswärtssieg seit September 2017, zudem gewann der HFC erstmals seit April 2016 wieder zwei Liga-Spiele in Folge. Mit nun 39 Punkten liegt Halle komfortable 13 Zähler vor dem rettenden Ufer. Gelingt es den Saalestädtern, in den verbleibenden sieben Spielen an den leidenschaftlichen Auftritt in Großaspach anzuknüpfen, könnte eine insgesamt enttäuschende Saison vielleicht doch noch einigermaßen versöhnlich enden. Das würde dann ebenfalls für den Charakter der Mannschaft sprechen.

   
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