Spitzenspiel in Ingolstadt: Koschinat fordert "volle Intensität"

Drei Spiele, neun Punkte und keine Gegentore: Diese Statistik trifft auf den FC Ingolstadt und den 1. FC Saarbrücken gleichermaßen zu. Am Samstag (14 Uhr) treffen beide Mannschaften aufeinander. FCS-Cheftrainer Uwe Koschinat schwärmte von der individuellen Qualität des Gegners – und hat gleichzeitig ein ständiges Auge auf das eigene Lazarett, denn dort gab es wieder Zuwachs.

"Müssen uns nicht zu klein machen"

Beim wem fällt die Kugel am Samstag zuerst ins Netz? Diese Frage muss der FCS bekanntermaßen ohne Lukas Boeder (Teilabriss des Innenbandes), Julius Biada (Wadenprobleme) und Robin Scheu (muskuläre Probleme) beantworten. Nun fällt auch Steven Zellner (Kniereizung) für das Spitzenspiel gegen Ingolstadt aus – das war zu erwarten und von Uwe Koschinat auch eingeplant. Einen eigenen Übereifer schreibt sich der FCS-Coach jedoch im Fall von Dominik Ernst aus. Beim erfahrenen Rechtsverteidiger läuft es nun wohl auf eine Sehnenverletzung hinaus, die den 32-Jährigen wohl zur längeren Pause zwingt.

Uwe Koschinat bleibt zuversichtlich. "Ich vertrete, wie schon vor Elversberg, die Meinung, dass wir uns nicht zu klein machen müssen", hält der Übungsleiter trotz der wechselnden Belegschaft in seinem Lazarett fest. Auch bei den Schanzern aus Ingolstadt gilt das Credo weiterhin, obwohl ein klarer Aufstiegskandidat auf den FCS wartet – findet zumindest Koschinat. "Der direkte Aufstieg wird das Ziel sein, wenn man einen Pascal Testroet per Ablöse aus einem laufenden Vertrag herauskauft. Ich finde das legitim, wenn man das Geld hat, aber es untermauert vor allem die Ambitionen." Und davon habe Ingolstadt reichlich.

Quartett um Frantz wieder eine Option

"Die individuelle Klasse ist in allen Mannschaftsteilen sehr, sehr hoch. Das gibt einer ganzen Gruppe dann auch Stabilität", urteilt Koschinat darüber, dass der Zweitliga-Absteiger trotz großer Fluktuation im Kader keine Anlaufschwierigkeiten in der neuen Saison hatte. Das sei vor allem auf die Trainerqualitäten von Rüdiger Rehm zurückzuführen, der normalerweise gerne mit Flügelspielern agiert, aber zurzeit keine einsatzfähigen Spieler auf der Position hat. Stattdessen rechnet der FCS mit drei Mittelstürmern – von denen einer der Ex-Saarbrücker Patrick Schmidt sein wird. "Ich muss keinem Saarländer erzählen, welche Abschlussqualitäten er hat", so Koschinat.

Diese Qualitäten gilt es im direkten Aufeinandertreffen zwischen dem Zweit- und Drittplatzierten der Tabelle auszumerzen. "Das hat ganz viel mit persönlicher Einstellung und eigenen Fähigkeiten zu tun. Wir werden mit enormer, körperlicher Robustheit verteidigen müssen", fordert Koschinat. "Derjenige, der in den Zweikampf geht, muss es mit voller Intensität tun und alle drumherum müssen den freien Raum absichern." Mit Manuel Zeitz, Mike Frantz und Sebastian Jacob sind drei Spieler, die zuletzt angeschlagen nur auf der Bank saßen, wieder eine Option für die erste Elf. Auch Bjarne Thoelke, bei dem die Belastungssteuerung aufgrund einer Verletzungshistorie besonders wichtig ist, wird wieder mitmischen. Auch der 30-Jährige weiß, was ihm abverlangt werden wird: "Das wird ein Spiel sein, in dem man den inneren Schweinehund überwinden muss."

   
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