Spitzenspiel im Top-Duell: MSV und Haching trennen sich 2:2

Ein wahres Feuerwerk brannten die SpVgg Unterhaching und der MSV Duisburg in der ersten Halbzeit ab, sodass das 2:2-Endergebnis der Partie am Ende leistungsgerecht daherkommt. Nach dem Seitenwechsel schalteten beide Mannschaften einen Gang zurück, der Tabellenführer konnte seinen komfortablen Vorsprung vor den Oberbayern damit wahren.

Scheibenschießen im ersten Abschnitt

Die Spatzen pfiffen es schon vor der Partie vom Dach: Unter Schiedsrichter Michael Günsch kann die SpVgg Unterhaching nur Spektakel liefern. Und so war es kaum noch verwunderlich, dass schon der erste Abschluss von Dominik Stroh-Engel nach wenigen Sekunden an den Innenpfosten der Duisburger klatschte und gerade noch auf der Torlinie ins Aus trudelte (1.). Aber der MSV wollte Wintermeister der 3. Liga werden – und forderte SpVgg-Keeper Nico Mantl erstmals mit einem Flatterschuss von Tim Albutat, den der junge Keeper nur nach vorne abprallen lassen konnte (13.).

Auch in der nächsten Situation sah Mantl unglücklich aus, als die Spielvereiningung Moritz Stoppelkamp gewähren ließ – der setzte einen Distanzsschuss an die Latte, Mantl verlor darunter die Orientierung und Vincent Vermeij konnte freistehend ins leere Tor einköpfen (16.). Das Spitzenspiel kam ins Rollen und wieder war Stoppelkamp der Auslöser: Ein Schuss des Top-Torjägers vom rechten Strafraumeck knallte erneut an das Aluminium, dieses Mal aber an den Außenpfosten und raus (22.)! Im direkten Gegenzug spielte dann auch Unterhaching seine Offensivstärke aus, sodass sich Felix Schröter mit Tempo gegen Vincent Gembalies durchsetzte und anschließend MSV-Keeper Leo Weinkauf umkurvte – das Tor war danach nur noch Formsache (23.).

Die Visiere beider Mannschaften waren nach oben geklappt und der nächste Treffer daher nur eine Frage der Zeit: Aus abseitsverdächtiger Position ermöglichte Stoppelkamp den Durchmarsch von Tim Albutat in den Strafraum, Mantl versuchte durch ein Herausstürmen zu retten und Lukas Daschner musste den Querpass nur noch in die Maschen schieben (32.). Noch einmal wurde Stoppelkamp in Szene gesetzt, doch aus fünf Metern konnte der 33-Jährige den Ball nicht an Christoph Greger vorbeibringen (38.). Das letzte Highlight vor der Pause: Sascha Bigalke führte einen Freistoß flach aus, Heinrich stahl sich davon und blieb freistehend vor Weinkauf eiskalt (45.).

Unterhaching geht die Puste aus

Die zweite Halbzeit begann nicht weniger rasant, ein Eckball für die Oberbayern markierte die erste Chance: Im Strafraum konnte Stroh-Engel den Ball festmachen, zwischen den vielen Duisburger Beinen aber nicht den Abschluss finden (52.). Weiter wieder auf der anderen Seite, wo Albutat auf den einlaufenden Vermeij flankte und der Niederländer konnte frei vor Mantl den Kopfball nicht richtig kontrollieren (55.)! Nach rund einer Stunde wurde dann klar, dass die Mannschaften nun nicht mehr das Tempo aus der ersten Hälfte gehen würden.

Chancen gab es aber weiterhin. Einmal mehr wurde Daschner in Szene gesetzt, der aus zentraler Position aus der Distanz abzog und Mantl damit zu einer starken Faustparade zwang (68). Dabei fiel der Keeper jedoch auf die Hüfte und musste behandelt werden – konnte aber weitermachen. Danach spielte sich vieles zwischen den Strafräumen ab, keine Mannschaft zeigte in dieser Phase die zündende Idee in der Offensive.

Die Riesenmöglichkeit behielt sich dann aber der MSV Duisburg vor: Arnold Budimbu tankte sich im Mittelfeld durch und steckte den Ball auf Lukas Scepanik durch, der mit seinem Abschluss am herausstürmenden Nico Mantl scheiterte (82.)! Die Oberbayern wirkten in der Schlussphase nicht mehr fit, erkämpften sich aber über Standardsituationen weitere Chancen. Ein guter Versuch von Schröter kam dabei heraus, der stramme Schuss verfehlte aber sein Ziel (90.). So endete das Spitzenspiel zwischen dem Ersten und Vierten leistungsgerechet mit einem Remis, mit dem der Tabellenführer bei sechs Punkten Vorsprung vor Unterhaching sicherlich gut leben kann.

   
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