Spieltag 33: Famose Aufsteiger, Kuriosum bei Münster

Wer dazu neigt, früh in wehmütige Gedanken zu verfallen, der müsste beim Anblick von nur noch fünf ausstehenden Spieltagen der Saison fast traurig werden. Auch der 33. Spieltag bot Diskussionsstoff, hitzige Spiele und kuriose Statistiken. Das größte Lob vorweg gebührt jedoch allen drei Aufsteigern aus dieser Saison. Der Grund?

Alle Aufsteiger mit höchst souveräner Spielzeit

Ganz einfach: Jahn Regensburg und der FSV Zwickau haben den Klassenerhalt schon vor Wochen eingetütet, die Sportfreunde Lotte haben durch einen 2:1-Heimsieg am Samstag nachgezogen und weisen ebenso zwölf Zähler Vorsprung aus – unter normalen Umständen haben alle ehemaligen Regionalligisten ihr Ticket für ein weiteres Jahr in der 3. Liga gezogen. Und wie souverän haben die Klubs das letztendlich geschafft! Nur zur Erinnerung: In Lotte hatte vor Saisonbeginn kein Spieler einen Vertrag, Trainer Ismail Atalan rechnete bereits mit einem harten Kampf um den Ligaverbleib – Pustekuchen. In Regensburg, dem Aufsteiger aus der vermeintlich schwachen Regionalliga Bayern, fiel zum Saisonbeginn die halbe Verteidigung aus – mittlerweile spielt der SSV eine ziemlich große Rolle im Aufstiegskampf. Und die Geschichte von Zwickau, sie dürfte abschließend jedem ein Begriff sein: Vier Punkte Rückstand auf das rettende Ufer im Januar 2017, 16 (!) Vorsprung drei Monate später. Ein Wunder aus Westsachsen.

Preußen Münster stürmt nach langem Anlauf ins Mittelfeld

Ein weiteres Lob kann Preußen Münster ausgesprochen werden. Zwischenzeitlich deutete nicht wenig auf den Worst Case Viertliga-Abstieg hin – und das gerade in dem Jahr, in dem die Weichen für große Zukunftspläne in Form einer Ausgliederung der Profimannschaft gestellt werden sollen. Dank Trainer Benno Möhlmann und einer grandiosen Heimbilanz hat sich Münster ebenso aus dem Schlamassel befreit und den Sprung ins Mittelfeld endlich geschafft. Kurios: Der SCP führt die Heimbilanz aller Drittligisten an, bewegt sich auswärts aber auf dem allerletzten Platz. In der Rückrunde wurden bei den Adlerträgern dagegen schon jetzt mehr Punkte eingesammelt als in der Hinrunde – der Klassenerhalt ist logische Konsequenz und nach dem überzeugenden 4:2 über Fortuna Köln zum Greifen nah. "Eine tolle Entwicklung“, beschrieb Innenverteidiger Ole Kittner jüngst die Situation.

Aufstiegskampf wird zum Nervenkrieg

Keine warmen Worte gehen indes an manche Teams im Aufstiegskampf, die offensichtlich aktuell ein wenig nervös werden. Sowohl Holstein Kiel als auch der 1. FC Magdeburg und der VfL Osnabrück haben die letzten beiden Pflichtspiele, die Lila-Weißen sogar derer drei nicht für sich entscheiden können. Ist das die berühmt-berüchtigte Aufstiegsflatter, die schon so viele Klubs zuvor erwischt hat? Erster Anwärter im auf den ersten Blick nur schwer zu durchblickenden Aufstiegskampf ist nun Jahn Regensburg, der aber in Form von Coach Heiko Herrlich mehrfach zur Bodenhaftung aufgerufen hat. Stichtag zur offensiven Anmeldung seiner Ambitionen könnte der 29. April werden – dann besitzt Regensburg mit Kiel einen heißen Konkurrenten direkt vor der Nase, könnte ihm eine entscheidende Niederlage zufügen. Weil diese 3. Liga aber von Natur aus einfach nur verrückt ist, sollte selbst Sonnenhof Großaspach mit aktuell nur noch vier Punkten Rückstand nicht mehr außer Acht gelassen werden. Ja, auch der Dorfclub hat die Lizenz für die 2. Bundesliga beantragt…

   
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