Spieltag 31 im Rückblick: Jetzt beginnen die Rechenspiele

Sieben Spieltage vor dem Ende können die Hochrechnungen beginnen: Wie viele Punkte werden für den Aufstieg benötigt, wie viele für den Klassenerhalt? Besonders an der Tabellenspitze bahnt sich ein spannendes Rennen an – die Kellerkinder benötigen dagegen alsbald einen Anschub. Ein hochinteressantes Saisonfinale dürfte so oder so bevorstehen.

Schneckenrennen auf den Abstiegsplätzen

Fangen wir mit dem Abstiegskampf an, der seit Wochen eher einem Krampf gleicht: Die Zweitliga-Absteiger FSV Frankfurt und SC Paderborn spielen aus teils unerklärlichen Gründen unfassbar schwach auf, das spiegelt sich allen voran in der Rückrundenbilanz eindeutig wider. Sechs Zähler liegen beide Mannschaften abgeschlagen hinter dem Rest der 3. Liga, holten gerade einmal einen halben Punkt pro Partie. Kommt von den beiden, die aktuell vier respektive sechs Zähler hinter der Konkurrenz liegen, bald kein eindeutiges Lebenszeichen, so könnte schon ein mit 40 bis 41 angesammelten Punkten gefülltes Konto für den Ligaverbleib ausreichen – und die Zitterpartie für zahlreiche Teams wie Münster, Rostock, Wiesbaden oder Erfurt bald schon beendet sein. Eine spannende Entwicklung, die Anfang März kaum jemand so unterschrieben hätte: Verbreitet war mit 45, gar 46 benötigten Zählern gerechnet worden. Dass in dieser ausgeglichenen Spielklasse zwei Teams phasenweise derart abhalten, ist eine Seltenheit.

Aufstiegskandidaten rücken zusammen – nur Zwickau darf nicht

Noch mehr Fingernägelkauen bis zum letzten Spieltag bahnt sich im Kampf um die direkten Aufstiegsplätze sowie den Relegationsrang an. Wer macht das Rennen und wer scheitert? Selbst der MSV Duisburg versprühte bislang nie die endgültige Souveränität eines Aufsteigers – selbst typische Spiele wie die gedrehten Partien gegen Münster oder in Chemnitz führten nicht zum von Spitzenteams gewohnten Effekt, eine Serie konnten die Zebras nicht nachlegen. Stattdessen rücken der 1. FC Magdeburg und Holstein Kiel näher, im Verfolgerfeld warten der VfL Osnabrück und auch Jahn Regensburg. Außenseiterchancen weisen Großaspach und Chemnitz auf, während der FSV Zwickau eine hoffnungslose Aufholjagd führt: Ohne eine Beantragung der Lizenz kann die Elf von Torsten Ziegner alle verbleibenden Spiele gewinnen – die 2. Bundesliga bleibt für die Westsachsen ein Traum, zumindest in diesem Jahr.

Reicht der fünfte Platz für die Relegation?

Es ist schon kurios und gleich in doppelter Hinsicht ein Szenario, das die 3. Liga in ihren bisherigen neun Jahren so nicht erlebt hat: Da kann ein Team noch aufsteigen, das nach Schluss der Hinrunde noch vier (!) Punkte hinter dem rettenden Ufer zurücklag und auch deshalb logischerweise keine Lizenz für die höhere Spielklasse beantragt hat. Dazu gesellt sich mit dem VfR Aalen ein Klub, der nach der Verkündung der Insolvenz fünf von sechs Partien für sich entschieden hat und ein ernstes Wort um den Aufstieg mitredet – aber durch den Abzug von neun Zählern entscheidend zurückgeworfen wird. Möglich wäre sogar das extreme Szenario, dass der fünfte Platz bereinigt für die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation und damit den möglichen Aufstieg ausreicht, sofern Zwickau als auch Aalen in die Top 4 rutschen.

   
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